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Löwenzahn – mehr als ein (Un)Kraut

In ganz vielen Gärten als lästiges Unkraut betitelt, darf er bei uns wachsen wie er möchte – der Löwenzahn. Nicht nur, weil ich Naturwiesen liebe und er viele Bienen in meinen Garten einlädt, sondern auch weil ich ihn auch in der Küche schätze.

Wenn Blumen auf meiner Wiese blühen macht mich das glücklich. Ich mag es bunt und so wie es die Natur vorgibt, ein immergrüner Rasen ohne ein einziges Gänseblümchen wäre mir zu langweilig. Deswegen wächst bei uns alles, auch der Löwenzahn.

Löwenzahn

Löwenzahn – natürliches Heilmittel

Der Löwenzahn ist nicht nur wunderschön anzusehen wegen seiner strahlend gelben Farbe. Er hat eine wunderbare Heilwirkung. Löwenzahn regelt die Verdauung, pflegt Leber und Galle, hilft bei Rheuma, löst Nierensteine auf, lässt Pickel und chronische Hautleiden verschwinden und kann als Allround-Stärkungsmittel bei jedweder Problematik eingesetzt werden.

Getrocknet und anschliessend mit heissem Wasser überbrüht ist er ein wunderbarer Tee. Aber auch zu Löwenzahn-Sirup verarbeitet lindert er Hustenbeschwerden. Außerdem kann milchartige Saft der Stiele als Tinktur gegen Warzen verwendet werden.

Löwenzahn ist auch wunderbar in der Küche einsetzbar, frisch lässt er sich zu einem leckeren Salat zubereiten. Aber auch in Smoothies und gepressten Säften findet er einen tollen Platz.
Der Löwenzahn kann aber auch gekocht werden, wodurch man eine Gemüsebeilage erhält. Diese kann ähnlich dem Spinat zubereitet werden.

Ein Geheimtip sind Löwenzahn Kapern. Legt man die Blütenköpfe ein, erhält man wunderbare, aromatische Kapern. Dafür sammelt man einfach die Knospen und gibt sie in einen Topf. Bedeckt sie mit 2/3 Essig und 1/3 Wasser.
Außerdem gibt man reichlich Salz dazu und lässt die Mischung 5 Minuten kochen.
Anschließend in sterile Gläser füllen.

Unser Liebling ist und bleibt allerdings der Löwenzahn Honig, der herrlich duftet und eine tolle Alternative zu Bienenhonig ist. Das Rezept habe ich jetzt für euch.

Löwenzahn

Löwenzahn Honig

Zutaten
3 volle Hände Löwenzahnblüten, 1 Liter Wasser, 1 kg Zucker, 2 Zitronen oder 1 Orange  – oder ehe Mischung aus beidem – natürlich unbehandelt

und so gehts

Löwenzahnblüten pflücken – immer bei Sonnenschein, wenn die Köpfe offen sind, am besten um die Mittagszeit. Anschließend sehr gründlich waschen und vom restlichen Grün befreien. In einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser aufgiessen.
Die Zitronen (oder die Orange) in Scheiben geschnitten dazu geben. Die Mischung soll nun 2 Std. ziehen. Danach lässt man sie kurz aufgekochten und anschließend weiter ziehen. Ist sie abgekühlt, kommt der Topf für 24 Stunden in den Kühlschrank.
Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Nach 24 Stunden alles abseihen und am Besten durch ein Leinentuch pressen, wenn man kein feines Sieb hat.
Die Flüssigkeit wird nun noch unter Zugabe von 1 kg Zucker eingekocht.
Und zwar langsam und gemächlich, bis die Zuckermischung dickflüssiger geworden ist und die typische dunkle Farbe des Honigs angenommen hat.
Bei mir dauert der Vorgang ca. 4 Stunden auf mittlerer Stufe. Ist der Löwenzahnhonig fertig, wird er noch heiss in verschraubbare Gläser abgefüllt. Ist er erkaltet, ist er schön dickflüssig.

LöwenzahnLöwenzahn

Der Löwenzahnhonig ähnelt im Geschmack dem richtigen Bienenhonig ganz stark. Er ist dafür eine wunderbare Alternative. Ich verwende ihn für meine Müsliriegel oder unser Granola. Die Kinder geben ihn sich außerdem gerne in den Tee oder aufs Butterbrot.

Habt ihr selbst auch schon Löwenzahn verarbeitet?
Ich freue mich wenn ihr meinen Beitrag teilt.

XOXO
Michaela

mehr Tips aus dem Garten bekommt ihr bei den #kräutermamas

Anja von Gänseblümchen&Sonnenschein
Ann-Kathrin von Einfach grünlich
Birgit von Fräulein im Glück
Verena von Mama rocks

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