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25+ Venedig Sehenswürdigkeiten & Reisetipps 2022

Man kann Venedig nicht nur in drei Stunden entdecken, indem man den Markusplatz und die Rialtobrücke abhakt. Man muss die Stadt erleben, sich ihrem Rhythmus anpassen, ein paar Tage bleiben, unbetretene Pfade erforschen. Mit dem Boot rausfahren, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang erleben und nachts mit den Spiegelungen des Mondes auf den Kanälen spazieren gehen. (Simone Venturini, Ratsmitglied des Tourismus in Venedig)

Absolut konkurrenzlos in Sachen Flair ist dieses weltweit einzigartige Gesamtkunstwerk namens Venedig, welches auf 118 Inseln, sowie unzähligen Holzpfählen in der Lagune von Venedig an der oberen Adriaküste errichtet wurde. Über die Jahrhunderte trotzt die schönste Stadt der Welt bereits den Naturgewalten des Mittelmeers. Was früher an Devisen mit dem Handel nach La Serenissima (Die Durchlauchtigste) kam, kommt heutzutage mit den unzähligen Touristen aus aller Welt. Keine Angst, mit etwas Planung ist diese norditalienische Metropole, welche für viele Menschen ein absoluter Reisetraum ist, durchaus erschwinglich.

Es mag in den Sommermonaten gerade nach den langwierigen Einschränkungen durch Corona Pandemie manchmal etwas übervoll in einer der meistbesuchten Städte in Europas und der Welt sein, doch man findet Abseits der touristischen Highlights immer auch ein ruhiges Fleckchen im venezianischen Labyrinth von Häusern, Plätzen, Gassen, Brücken und Kanälen. Genau dieses weltweit einmalige Ambiente macht die unangefochtene Königin der Adria nicht zuletzt zum UNESCO-Weltkulturerbe, auch wenn der Titel in den letzten Jahren mehrmals auf der Kippe stand. Und wenn der Tag sich dem Ende zuneigt verlassen auch viele Tagesbesucher die Stadt. Daher empfiehlt sich durchaus eine mehrtägige Städtereise um vollends in dieses italienische Kleinod einzutauchen, so lange es noch steht…



Was muss man in Venedig gesehen haben?

Was kann man in Venedig machen? In mittlerweile insgesamt sechs unterschiedlich langen Besuchen in der italienischen Metropole seit 2016 habe ich einiges an Reisetipps und Fotos, sowie persönlichen Eindrücken und Erfahrungen zusammen getragen was schon lange auf eine Veröffentlichung wartet. Hier kommen also die besten Venedig Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse im Reiseblog:

Canal Grande in Venedig

Morgendlicher Berufsverkehr im Canal Grande in Venedig

Durch die Lagunenstadt ziehen sich etwa 175 Kanäle, der größte und bekannteste davon ist der Canal Grande (Großer Kanal). Diese venezianische Stadtautobahn ist die Lebensader, ständig ist hier etwas los. Neben den öffentlichen Wasserbussen und den obilgatorischen venezianischen Gondeln verkehren hier Wassertaxis, Polizei, Feuerwehr, Notarzt, Müllabfuhr, Postbote und Lieferanten – eben alles was sonst auf einer normalen Straße fährt.  Der Canal Grande ist die fast vier Kilometer lange, zwischen 30 und 70 Meter breite und stellenweise bis zu fünf Meter tiefe Hauptwasserstraße in welche etwa 45 kleinere Kanäle münden. Volta di Canal nennt man die erste Biegung des S-förmigen Kanals.

Historische Karte von Venedig in den Vatikanischen Museen in Rom.

Der Canal Grande trennt die sechs Stadtteile (Sestiere = Stadtsechstel) San Marco, Cannaregio und Castello auf der linken Kanalseite von Dorsoduro, San Polo und Santa Croce auf der rechten Kanalseite. Vier große Brücken führen über den Kanal, die bekannteste davon ist die Rialtobrücke. Aber auch mit einer Gondolafähre (Traghetto) kann man sich für wenig Geld übersetzen lassen – ein Erlebnis. welches man unbedingt einmal probieren sollte. Bei der kurzen Fahrt mit dem Traghetto setzt man sich übrigens immer hin, auch wenn Einheimische stehend mitfahren – das ist ihr Vorrecht. Hier findet man alle Traghetto-Stationen am Canal Grande:

  • https://www.google.com/maps/search/Traghetto/@45.4376265,12.3266925,16z

Casino di Venezia am Canal Grande

Gesäumt wird die in Deutschland fälschlicherweise auch Canale Grande genannte Wasserstraße von zahlreichen Kirchen und mehr als 200 Palästen, welche das gesamte Stadtbild prägen. Von ihrer schönsten Seite zeigen sich diese Prachtbauten vom Wasser aus, also etwa bei einer Fahrt mit dem Wasserbus (Vaporetto). Eine Fahrt mit dem Vaporetto der Linie 1 vom Bahnhof Santa Lucia zum Markusplatz dauert etwa eine halbe Stunde und ist gerade für einen ersten Eindruck unbezahlbar. Garantie auf freie Sicht hat man allerdings nur in der venezianischen Gondel. Wer bereits am Piazzale Roma zusteigt hat auf jeden Fall bessere Chancen auf einen Platz ohne Sichtbehinderung.

Reiseblogger-Tipp: Von der frei zugänglichen Dachterrasse des Einkaufszentrums DFS im Fondaco dei Tedeschi (Lagerhaus der Deutschen) hat man einen großartigen Blick auf den Canal Grande (venezianisch: Canałazzo) und die Rialtobrücke. Auf 15 Minuten ist der kostenlose Aufenthalt limitiert, vorab anmelden kann man sich hier:

  • https://www.dfs.com/en/venice/service/rooftop-terrace

Aber auch bewaffnet mit einem eiskalten Aperol Spritz oder einen frischen Cappuccino in einem zahlreichen Cafes entlang des Canal Grande kann man das bunte Treiben wunderbar beobachten und dabei abschalten.

Rialtobrücke – Ponte di Rialto

Die große Ponte di Rialto ist die älteste Brücke über den Canal Grande.

Insgesamt gibt es 435 Brücken im gesamten Stadtgebiet, doch die Rialtobrücke (Ponte di Rialto) ist das unverkennbare Wahrzeichen Venedigs und nicht nur eine der beliebtesten Venedig Sehenswürdigkeiten, sondern ganz Italiens. Namensgebend war das Gebiet Rialto, ein einst wichtiges Handelsviertel im Stadtteil San Polo welchen die Brücke mit dem Stadtteil San Marco verbindet.

Urlaub in Venedig wäre nicht komplett ohne mindestens einmal über die älteste Brücke der Stadt zu gehen und ein Selfie von hier oben zu knippsen. Ganze 48 Meter ist diese Steinbrücke lang und 22 Meter breit, sie bietet je nach Wasserstand eine Durchfahrtshöhe zwischen 7,5 und 8 Metern. Auf ihr befinden sich zahlreiche Juweliere und Souvenirshops. Nachdem hier immer viel los ist kommt man für schöne Fotos am besten schon früh morgens zur Brücke.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Rialtobr%C3%BCcke

Wer direkt unterhalb dieser beliebten Touristenattraktion in ein Restaurant geht ist übrigens selbst Schuld, denn man zahlt den Ausblick gleich mit und wird meist recht lieblos abgefertigt. Wesentlich günstiger und persönlicher La Dolce Vita geniesen kann man in den verwinkelten Gassen der Stadt die nicht direkt am vorderster Front liegen.

Frisches Obst am Mercato di Rialto

Reiseblogger-Tipp: Richtung Norden entlang des Canal Grande kommt man zum Mercato di Rialto (Rialtomarkt). Neben Obst und Gemüse werden auch frischer Fisch und Meeresfrüchte angeboten – ideal für Selbstversorger in einer Ferienwohnung, denn Supermärkte sind rar gesät in der Lagunenstadt. Hier warten auch viele kleine Bars in welchen man ein typisch italienisches Frühstück in Form eines gefüllten Cornetto (Croissant) und frisch gebrühten Cappuccino bekommt. Wann ist immer Markt in Venedig? Von Dienstag bis Samstag zwischen 7:30 und 12:00 Uhr.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Mercato_di_Rialto

Hier gibt es eine Übersicht aller Tagesmärkte, Wochenmärkte, Bauernmärkte und nachhalltigen Märkte in Venedig:

  • https://www.veneziaunica.it/de/content/die-m%C3%A4rkte-von-venedig

Klein Tejo auf der Ponte degli Scalzi

Weitere sehenswerte Brücken über den Canal Grande sind die Ponte degli Scalzi (Scalzi-Brücke) nahe des Bahnhofs Santa Lucia und die Ponte dell’Accademia am namensgebenden Museum Gallerie dell’Accademia.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Ponte_degli_Scalzi
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Ponte_dell%E2%80%99Accademia

Markusplatz – Piazza San Marco

Der Markusplatz mit dem Markusdom und dem Markusturm unter dem strahlend blauem Himmel Italiens.

Arkaden am Markusplatz

Der bereits von Napoleon als „schönster Salon Europas“ betitelte Markusplatz wird geprägt von der namensgebenden Markuskirche (Basilika di San Marco) und dem dazugehörigen Glockenturm, dem riesigen Markusturm (Campanile di San Marco). Heerscharen von Touristen und Tauben bevölkern diesen Ausgangspunkt für jedwede Sightseeing-Tour durch Venedig gerade in den warmen Sommermonaten.

Für einige berühmte Filme diente die wunderschöne und weitläufige Piazza San Marco bereits als Kulisse. Wer erinnert sich nicht an die herzzerreißende Szene aus Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin, als die kleine Tochter unter dem Jubel der Italiener in Sissis Arme läuft… „Viva la Mamma!“?

Abendstimmung an der Piazzetta San Marco samt Markusturm und Dogenpalast.

Markuslöwe mit Venedig-Möwe

Die Verlängerung des Markusplatz, welche vorbei am Dogenpalast zum Canal Grande führt, nennt sich Piazzetta San Marco. Dominiert wird die Piazzetta (kleiner Platz) von den beiden großen Säulen mit Venedigs Stadtheiligen Markus (Marco) und Theodorus (Todaro).

Auf den Säulen thronen daher als Statuen der geflügelte Markuslöwe und die San-Todaro-Statue mit Todaro auf einem Krokodil posierend. An dieser markanten Stelle wurden sowohl Staatsgäste empfangen, als auch Hinrichtungen durchgeführt. Zwischen den beiden Säulen Colonna di San Marco und Colonna di Todaro hindurch zu gehen meidet jeder Venezianer tunlichst, denn es soll Unglück bringen – so zumindest der althergebrachte Aberglaube.

Blick vom Markusturm auf die Piazza San Marco und über Venedigs Dächer.

Torre dell’Orologio (Uhrenturm)

Gewaltige 175 Meter lang und 82 Meter breit ist dieser größte und wohl berühmteste Platz der Stadt. Er ist das pulsierende Herz der Stadt und insbesondere während des berühmten Karneval in Venedig mehr als überlaufen. Kein Wunder, befinden sich hier gleich mehrere berühmte Venedig Sehenswürdigkeiten: Der Dogenpalast, der Markusdom samt Markusturm, die Prokuratien (Procuratie – ehemalige Regierungsgebäude), sowie der Uhrenturm Torre dell’Orologio mit seiner Astronomischen Uhr.

Dieser Uhrenturm von Venedig stammt aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt ein Museum. Er liegt schräg gegenüber des Markusdom und bildet den Eingang zum beliebten venezianischen Einkaufsviertel Mercerie dell’Orologio. Eintrittskarten für die Führung durch den Turm muss man vorab online bestellen:

  • https://torreorologio.visitmuve.it/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Uhrturm_von_San_Marco

Orchester am berühmten Caffee Florian

Der Hotspot Markusplatz bietet neben einigen exklusiven Läden und Souvenirshops in den wunderschönen Arkaden auch Cafes mit Livemusik, wie etwa das historische Caffé Florian. Allerdings bezahlt man für dieses ganz spezielle Ambiente spätestens bei der saftigen Abschlussrechnung – La Dolce Vita hat hier eben seinen Preis.

  • https://www.caffeflorian.com/en/

Hochwasserstege am Markusplatz

Nur wenige Meter über dem Meeresspiegel gelegen wird der Markusplatz gerade in den Wintermonaten regelmäßig überschwemmt. Während des berühmt-berüchtigten Acqua alta werden eigens begehbare Stege aufgestellt, sich darauf fortzubewegen – wenn es der meist rege Andrang zulässt – ist ein unvergessliches Erlebnis. Sobald Hochwasser in Venedig angekündigt ist stehen diese Stege entlang der wichtigsten Routen durch die Stadt, darauf zu sitzen ist jedoch strengstens verboten.

Mittlerweile gilt dieses Sitzverbot auch für sämtliche Treppen, Brücken, Statuen, Denkmäler und unbestuhlte Plätze generell. Warum darf man in Venedig nicht sitzen? Mit ein bisschen Nachdenken kommt man von selbst auf die Antwort: Durch das sitzen blockiert man die meist sowieso schon überfüllten Gassen.

#EnjoyRespectVenezia ist der Hashtag zu dieser Aktion, welcher auch auf den Shirts der stetig patroullierenden Sicherheitsleute dick aufgedruckt ist. Diese Sensibilisierungskampagne soll verantwortungsbewussten Tourismus im Einklang mit dem Alltag der Bewohner fördern. Auch wenn sie so aussieht ist die schönste Stadt der Welt kein riesengroßes Freilichtsmuseum sondern ein lebendiger Ort mit vielen Einwohnern. Es gibt so einiges was man in Venedig nicht tun sollte.

#EnjoyRespectVenezia

  • https://www.comune.venezia.it/de/content/enjoyrespectvenezia

Fotografieren während des Hochwassers garantiert einmalige Bilder, insbesondere früh morgens, wenn sich in der spiegelglatten Wasseroberfläche die historischen Gebäude und der blaue Himmel reflektieren.

Übrigens ist die Piazza San Marco der einzige Platz Venedigs, der auch tatsächlich die Bezeichnung Piazza trägt. Alle anderen Plätze der Stadt tragen den Namen campi (von campo = Feld), denn ursprünglich waren diese wesentlich kleineren Plätze nicht gepflastert.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Markusplatz
  • https://www.skylinewebcams.com/de/webcam/italia/veneto/venezia/piazza-san-marco.html (Webcam Piazza San Marco)

Markusdom – Basilika di San Marco

Die wunderschöne Basilika di San Marco (Markusdom) am Piazza San Marco (Markusplatz).

Venezianische Tetrarchengruppe

Fünf Kuppeln schmücken die Basilika di San Marco, welche als eines der Wahrzeichen Venedigs die Piazza San Marco dominiert. Die Kathedrale des Patriarchen von Venedig wurde im 11. Jahrhundert als letzte Ruhestätte des Heiligen Markus, dem Schutzpatron der Stadt, vollendet. Seine heutige Erscheinungsform hat die Goldene Basilika seit dem Jahre 1617. Fünf prunkvolle Supra-Porten-Mosaike über den Eingangsportalen zeigen wie die Gebeine des Stadtpatrons aus Alexandria gerettet (geraubt) und in den Markusdom gebracht wurden.

Der Blick auf den Grundriss des Markusdom offenbart die Form eines ungleichmäßigen griechischen Kreuzes. Das christliche Gotteshaus mit byzantinischen Einflüssen verfügt im absolut sehenswerten Innenraum über einen Boden aus bunten Marmormosaiken und eine Decke aus vergoldeten Mosaiken. Zahlreiche Kunstwerke und Altäre, allen voran das imposante Goldantependium des Hochaltars (Pala d’oro), schmücken den in drei Schiffe geteilten Kirchenraum. In Sachen Ausstattung und Prunk steht diese wirklich beeindruckende Kathedrale dem Petersdom in Rom in nichts nach.

An der rechten Ecke, direkt vor der Porta della Carta, dem Eingang zum Dogenpalast findet man eine Gruppe von vier Männern in inniger Urmarmung. Die venezianische Tetrarchengruppe stammt aus dem 3. Jahrhundert und stellt vier römische Kaiser dar, welche das römische Reich gemeinsam regierten.

Der Eintritt zum Markusdom kostet 3 Euro (stand April 2022), jedoch warten im Inneren weitere verschiedene kostenpflichtige Abschnitte, wie etwa der Domschatz, die Pala d’Oro und das Sankt-Markus-Museum.

Reiseblogger-Tipps für den reibungslosen Besuch des Markusdoms in Venedig:

  • Ein Skip-the-line-Ticket für den Markusdom* oder der Besuch des Markusdom & Dogenpalast nach Kassenschluss* sind absolut zu empfehlen um die üblicherweise langen Warteschlangen zu vermeiden.
  • Nur mit bedeckten Schultern und Beinen darf man die Kirche betreten.
  • Reisekoffer, Rucksäcke und Taschen dürfen nicht mitgeführt werden. Am Piazzetta dei Leoncini direkt an der linken Seite des Markusdoms kann man die Gepäckstücke im Ateneo San Basso für eine Stunde kostenlos abgeben.

Mittlerweile darf man im Inneren des Markusdoms auch fotografieren. Da dies bei meinem letzten Besuch noch verboten war gibt es leider keine eigenen Bilder für diesen Beitrag. Weitere Informationen für den Besuch in der Basilika di San Marco:

  • http://www.basilicasanmarco.it/ (italienische Webseite)
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Markusdom
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Pala_d%E2%80%99oro

Markusturm – Glockenturm der Basilica di San Marco – Campanile di San Marco

Im wahrsten Sinne des Wortes ein Sightseeing-Highlight: Der Glockenturm des Markusdom.



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