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Persönlicher Erfahrungsbericht Eileiterdurchspülung

Hallo ihr Lieben,
ihr kennt mich schon aus einem anderen Gastbeitrag in Bezug auf Hashimoto im Zusammenspiel mit Mönchspfeffer. Falls ihr den Artikel noch nicht gelesen habt, füge ich euch hier den Link dazu ein. Nun möchte ich mit euch einen persönlichen Erfahrungsbericht zur Eileiterdurchspülung teilen.

Mein Freund und ich versuchen seit etwa 11 Zyklen unseren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Bedingungen schienen zunächst ganz gut zu sein. Nach etwa 6 Zyklen fing ich mit TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) an. Meine behandelnde Ärztin hat sowohl Medizin, als auch TCM studiert. Hauptauslöser für den Entschluss zur TCM Behandlung war der Hashimoto, weil ich einfach eine rundum gesunde Basis schaffen möchte.

Gleichzeitig lies mein Partner ein unauffälliges Spermiogramm beim Urologen machen. Die TCM Ärztin riet zu einem Zyklusmonitoring mit Hormonstatus, um ihr Bild bzw. Diagnose zu vervollständigen. Aufgrund einer Chlamydien Infektion 2008, die symptomlos verlief und mittels Antibiotikum rechtzeitig behandelt werden konnte, wurde mir dennoch eine Bauchspiegelung empfohlen.

Entscheidung zur Eileiterdurchspülung

Nach langem hin und her überlegen, nochmaligem Gespräch mit der TCM Ärztin sowie unzähligen Visualisierungen, dies hatte ich durch ein Bewusstseinstrainingsseminar erlernt, war der Entschluss zur Ultraschallprüfung gefasst. Am nächsten Zyklustag 1 vereinbarte ich einen Termin. Kosten 250 €. Diese Untersuchung wird nicht überall durchgeführt und ist in der Tat keine Krankenkassenleistung. Die Kosten sind aufgrund des speziellen Kontrastmittels so hoch.

Vorbereitung zur Eileiterdurchspülung

Ich war ziemlich nervös, aber irgendwie auch gefasst und überzeugt davon, dass meine Eileiter frei sind. Als ich in der Praxis ankam, war ich erstmal von der angenehmen Atmosphäre sowie der Herzlichkeit überrascht. Die Medizinerin war sehr emphatisch und freundlich. Ich fühlte mich direkt wohl.

Nach einer kurzen Einführung sowie Erklärung des Ablaufes lag ich auch schon auf dem Behandlungsstuhl. Sie führte einen vaginalen Ultraschall durch. Hierbei erklärte, zeigte sie mir alles ausführlich. Abschließend wurde noch alles abgemessen und der potentielle Eisprung ermittelt. Bei mir sah alles unauffällig, zeitgerecht und gut aus.

Der Ablauf der Eileiterdurchspülung

Danach begann die eigentliche Diagnostik. Ein kleiner Katheter wurde sehr sanft eingeführt, dieser hat einen kleinen Verschluss (Ballon) am Ende, damit das Kontrastmittel nicht wieder zurücklaufen kann. Ich spürte einen kleinen Druck, war aber nicht schmerzhaft.

Danach injizierte sie auch schon das Kontrastmittel. Mit Hilfe des Ultraschalls wurde die Verteilung exakt beobachtet und mitverfolgt. Da war sie also, die „helle“ Flüssigkeit und schwupp lief sie durch den Eileiter und gelang im Eierstock an. Links war also alles frei durchgängig – es ging so schnell. Auch rechts lief die Flüssigkeit problemlos und zügig durch.

Mein Erfahrungsbericht der Eileiterdurchspülung

Ich war der glücklichste, dankbarste und erleichterste Mensch der Welt in dieser Sekunde. Die Untersuchung dauerte etwa 10-15 Minuten, mit allem. Enthaltsam mussten bzw. durften wir nicht sein. Im Anschluss erfolgte noch ein kleines, kurzes Abschlussgespräch. Ich hatte 1 Stunde vor dem Termin Magnesium, sowie 1 Ibuprofen 600 eingenommen.

Schmerzen hatte ich bis dato keine. Einen wirklich sehr leichten Druck im Bauchraum durch die „Füllung“ spürte ich im Verlauf des Tages, des Weiteren war ich etwas müde. Auch die von ihr vermuteten leichten Blutungen traten bei mir nicht auf. Ich hatte mir den Tag allerdings freigenommen. Alles in allem war es ein sehr positiver, unkomplizierter Termin und all die Ängste und Sorgen im Vorfeld, auch in Bezug auf etwaige Schmerzen, waren bei mir völlig unbegründet. Ich war durchweg positiv überrascht.

Wann zum Arzt?

Wenn bei euch allerdings akute Schmerzen oder sogar Blutungen auftreten nach einer der beiden Untersuchungen empfiehlt sich immer die sofortige Rücksprache mit dem jeweiligen Arzt oder einer Klinik.

Der Beitrag von mir ist mein persönlicher Erfahrungsbericht und soll bitte auf keinen Fall 1 zu 1 von euch übernommen werden. Jede Frau, jeder Zyklus, jede Erkrankung und jedes Untersuchungsverfahren verläuft sehr individuell, welches auch immer von mehreren Faktoren und den speziellen Gegebenheiten abhängt.

Besprecht euch in jedem Fall ausführlich mit eurem Gynäkologen, bevor ihr eine Entscheidung trefft.

Habt ihr noch weitere nützliche Tipps für mich oder persönliche Erfahrungen? Dann schreibt mir diese gerne in die Kommentare.

S.Anna



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