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Gedanken zu Ostern

Ostern ist für mich persönlich mit dem Tod meines Vaters verbunden. Es ist nun schon viele Jahre her, dass er gestorben ist.

Als das 2006 passierte ist meine Welt stehen geblieben. Nicht unbedingt plötzlich, sondern als ob ein langer Zug langsam und quietschend zum Stillstand kommt.

Für Jahre hatte ich das Gefühl in Dunkelheit zu versinken. Ich war zu Tode unglücklich, Menschen zogen sich von mir zurück und ich war in einem Auf und Ab meiner inneren Welt gefangen.

Ein familiärer Erbstreit zeigte mir dann, dass es immer noch weiter nach unten gehen kann.

Der Weg zurück ins Licht war ebenfalls kein plötzliches Vorhang aufziehen. Sondern ich musste meinen Lebenszug langsam und beharrlich wieder in Gang setzen. Schwelle für Schwelle Kraft aufwenden und mich wieder auf den Weg machen.

Wenn ich daran zurückdenke und versuche festzumachen, was mir beim – wieder ins Leben kommen – geholfen hat, dann ist das kaum greifbar für mich.

Das einzige, wessen ich mir klar bin, ist, dass die Heilung in mir angefangen hat.

Ich habe mich bewusst begonnen auf das Helle in mir und im Leben zu fokussieren. Wahrzunehmen, was es auf dieser wunderschönen Welt alles für Gründe gibt um heiter zu sein.

Wo ich Frieden in mir am allermeisten gespürt habe, war, wenn ich draußen in der Natur unterwegs war. In diesen Jahren bin ich viele, viele Kilometer gegangen. Es war wie eine lange Wanderung zurück zu mir.

Gehen, schreiben, mit den Händen etwas schaffen, lesen, die Natur in mich aufnehmen, all das waren meine ganz persönlichen Heilmittel. Erst als ich damit angefangen habe, konnte ich auch wieder Hilfe von außen annehmen.

Dieser Weg aus dem Dunkel ins Licht ist nicht für jeden Menschen gleich. Doch ich glaube fest daran, dass es immer wert ist, Wege zu suchen und alles dafür zu tun, den eigenen Lebenszug wieder in Gang zu bringen.

Meine Gedanken gehen in diesen Feiertagen nach innen, wieder aufmerksam werden für das Wesentliche im Leben.

Nachdenken darüber ob ich selbst in einem guten Kontakt mit mir bin und damit auch mit den Menschen die mir am nächsten stehen.

Von einer lieben Freundin hab ich einen wunderbaren Text bekommen, den ich gern mit dir teilen möchte. Vielleicht nimmst du dir einfach einen Moment Zeit und lässt ihn auf dich wirken.

Das Paradoxe der Zeit

Das Paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude Aber kleinere Gemüte haben, breitere Autobahnen aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus aber haben weniger, wir kaufen mehr aber erfreuen uns weniger daran.

Wir haben größere Häuser aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten aber weniger Zeit. Wir Haben mehr Auszeichnungen gewonnen, aber weniger Sinn und mehr Probleme, mehr Medizin aber weniger Wohlbefinden.

Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden zu wütend, bleiben zu lange wach, stehen zu müde auf, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten.

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu selten und hassen zu oft.

Wir haben gelernt uns durchs Leben zu schlagen, aber nicht gelernt ein Leben zu haben.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugegeben, aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren, um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile. Wir schreiben mehr, aber lernen weniger. Wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt uns zu beeilen, aber nicht zu warten.

Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren und so viele Kopien wie noch nie zu erstellen, aber wir kommunizieren immer weniger.

Das sind die Zeiten des schnellen Essens und der langsamen Verdauung, größerer Menschen und kleinerer Charakter, steilen Gewinnen und oberflächlichen Beziehungen.

Es sind die Tage der zwei Einkommen, aber mehr Scheidungen, schicken Häusern, aber zerstörten Zufluchten.

Es sind die Tage von schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln und Wegwerfmoral, One Night Stands, übergewichtigen Körpern, und Pillen, die alles erledigen, vom aufheitern bis ruhigstellen, bis töten.

Es sind die Zeiten, in denen eine Menge im Schaufenster und nichts im Lager ist. Zeiten in denen Technologie diese Zeilen zu dir bringt und eine Zeit in der du entscheiden kannst sie entweder zu lesen oder schnell weiter zu springen.

Denk daran…

Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein werden.

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, jemandem der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn es aus deinem tiefen Innern kommt.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran:
Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen sondern an den Momenten in denen es dir den Atem raubt.

Georg Carlin

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Wenn du gern noch mehr lesen möchtest: Hier findest du noch einen nachdenkenswerten Text: Das Morgen ist nicht versprochen.

Ich wünsche dir ein wunderbares Osterfest. Zeit, die du mit deinen Lieben verbringen kannst und Frieden im Herzen.

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