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Reden lernt man nur durch reden ;)

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Meine erste Rede – geht die Anekdote – hab ich wohl im Kindergarten gehalten. Damals ging es um ein Thema, das man nicht unbedingt in dieses Alter verorten würde. Doch ich kann mich noch erinnern, dass mir damals irgendwie der Kragen geplatzt ist, Wenn mir andere Kinder doch tatsächlich erzählt haben, dass der Storch die Kinder bringt oder andere seltsame Geschichten wo denn kleine Babys her kämen.

Da ich mich gar nicht daran erinnern konnte, aufgeklärt worden zu sein, sondern ich das irgendwie immer schon wusste, wie das mit der Fortpflanzung wirklich funktioniert (meine Mama war Kinderkrankenschwester und hat mir das wohl schon sehr früh erklärt), hab ich angefangen darüber zu berichten.

So unter dem Motto “jetzt passt mal auf, ich erzähl euch mal, wie das tatsächlich läuft.” Andere Eltern sollen darüber gar nicht begeistert gewesen sein, dass da jemand in dem Alter ihren Kindern schon die Wahrheit erzählt, doch da war es schon zu spät ;)

Es ist eine lustige Begebenheit und irgendwie hat sich der Ablauf gar nicht so sehr verändert. Die Themen sind nun weniger spicy ;) doch letztlich ist es immer noch ein Wissen weitergeben. Dinge die ich persönlich so spannend und interessant finde, dass ich oft schon unterm Lesen eines Buches denke “oh, das muss ich unbedingt anderen erzählen und da könnte ich das und das in den Vortrag einbauen.”

Redeangst gibt es wirklich

Als es bei mir in der Schule in Richtung Referate ging, hab ich zum ersten Mal erlebt, dass andere das super nervös gemacht hat. Mit schlotternden Knien und manchem Gestotter standen meine Schulkameradinnen vorne und haben sich durch ihre Vorträge gehaspelt. Nur schnell fertig werden, damit man sich wieder hinsetzen konnte.

Mich hat das fasziniert, da ich selbst nie wirklich Angst hatte vor anderen zu sprechen. Wenn ich mich in einem Thema auskannte, habe ich darüber gesprochen. Das hat dann dazu geführt, dass ich in der Schule immer wieder gefragt wurde, ‘hey, wie machst du das eigentlich? Bei dir sieht das immer so locker und leicht aus.’

Da musste ich erstmal nachdenken und mir darüber klar werden, was ich denn eigentlich tue, wenn es um Referate geht. Und es gibt wohl eine Sache, die den Unterschied ausgemacht hat. Eine Sache, die anscheinend nur ich jedes mal in der Vorbereitung gemacht habe, die andere übersprungen haben: Ich hab die Rede geübt.

Das Geheimnis hinter guten Reden

Ich hab sie geübt. Laut vor mich hin gesprochen. Den Anfang ausprobiert und verändert, wenn es nicht richtig geflutscht ist. Den Schluss als Knaller konzipiert, da ich schon früh kapiert hatte, dass die Lehrer da kein Ausnahme zum normalen Publikum sind und den Abschluss einer Rede besonders wahrnehmen.

Wenn ich vor der Klasse stand, hatte ich nie irgendwelche Zettel in der Hand. Ich hab frei gesprochen. Mich hätte das immer genervt, wenn mich Blätter in Händen blockiert hätten. Voraussetzung dafür war das Üben. Nichts anderes.

Ich hab dann oft zurück gefragt: ‘Wie bereitest du dich denn vor?’ Und die Antwort war durchwegs: ‘Naja, ich schreib mir halt alles zusammen und les mir das dann durch.’ Auf meine Frage: ‘OK, und hast du die Rede denn auch geübt? Hast du sie gesprochen?’ Darauf war meistens betretenes Schweigen.

Tja, Freunde der Nacht: Reden lernt man nur durch reden.

Das ist eine so simple Wahrheit, dass sie anscheinend nicht durchgedrungen ist. Ja, das kostet Zeit. Doch diese Zeit ist das Beste das du investieren Kannst, wenn du eine super Rede abliefern willst.

Was passiert durch das Üben eigentlich?

Gute Redner kleben nicht an ihrem Skript. Schau dir TED-Talks an. Die kommen so eloquent und lässig rüber. Was glaubst du, was dahinter steckt? Genau, unendlich viel Stunden des Übens. Denn durch dieses konsequente Üben, verinnerlichst du den Inhalt, du löst dich davon, dran denken zu müssen was als nächstes kommt, sondern kannst dich viel mehr auf dein Publikum einlassen.

Da beginnt ja der Spaß erst so wirklich. Wenn ich wahrnehme, was die Leute anspricht, wann sie ganz bei mir sind mit ihrer Aufmerksamkeit und wann sie beginnen abzudriften. Dann kann ich steuernd eingreifen und mit meiner Stimme arbeiten, die Geschwindigkeit anziehen, einen Punkt besonders betonen, um alle wieder einzufangen.

Das geht jedoch nur, wenn ich geübt habe. Und ja ich weiß, ich wiederhole mich. Doch mir liegt es so am Herzen dir klar zu machen, dass Redeangst und Lampenfieber zu einem ganz großen Teil daher kommen, weil nicht richtig geübt wurde.

Bei Redeangst über den Körper gegensteuern

Es gibt zudem natürlich noch viele Tricks die du anwenden kannst, wenn es um Nervosität beim Sprechen geht. Unser Körper ist da oft unser Endgegner, wenn wir zu schwitzen anfangen, das Herz rast, die Stimme wegbleibt und unser Kopf wie leer gefegt ist.

Weil es unser Körper ist, der uns da einen Strich durch die Rechnung macht, kannst du auch über den Körper gegensteuern. Meine besten Tipps für dich, kannst du dir in kurzen 60 sec Videos anschauen:

* Wie du dich mit summen sehr schnell beruhigen kannst
* Warum du in deine Füße denken solltest
* Wie du mit Hopsen deine Energie lenken kannst

Noch mehr Tipps findest du in meinem kleinen ebook, das ich zum Thema Redeangst und Lampenfieber verfasst habe. Du kannst es dir auf meiner Seite zum Thema sicher und frei sprechen holen.

Wie ist das mit dem Inhalt?

Werfen wir nun noch einen Blick auf den Inhalt einer Rede.

Wenn es um die inhaltliche Vorbereitung geht, erlebe ich oft einen Fehler, der immer wieder gemacht wird: Die Rede wird voll gestopft bis oben hin. ‘Oh das ist auch noch ein wichtiger Punkt, ach und das muss natürlich auch unbedingt noch mit rein.’

Das Endergebnis ist dann ein ellenlanger Sermon ohne eine gute Ordnung und Spannungsbogen. Dass mir da meine Zuhörer:innen einknicken ist kein Wunder.

Daher ist eine gute Struktur das beste Gerüst für deinen Inhalt.

Außerdem musst du dir darüber klar sein, welche Art von Publikum du vor dir sitzen hast, mit welchem Vorwissen sie kommen und – am wichtigsten – was du denn von ihnen willst. Sollen sie eine bestimmte Sache umsetzen, möchtest du sie zum Nachdenken anregen, sollen sie bei einem Projekt zustimmen, möchtest du sie von etwas überzeugen?

Wenn du das für dich klar hast, dann kannst du deinen Inhalt darauf ausrichten. Dann gehört eben nicht jeder Punkt hinein, sondern nur die die das unterstützen was du erreichen möchtest.

Jede Rede hat ein Ziel. Zumindest wenn sie klar ankommen soll. Und dieses Ziel musst du dir vorher überlegen.

Der simpelste Aufbau einer Rede hat ganz klassisch einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss. Diese Teile solltest du auch für dich getrennt haben bei deinem Inhalt. Und wie du jeden einzelnen Teil gestaltest, hängt wiederum davon ab, was du im Visier hast.

Willst du deine Redeangst loswerden?

Hast du Lust bekommen, dich mehr damit zu beschäftigen? Weil du vielleicht auch demnächst ein Projekt vorstellen musst oder einen Vortrag zu halten hast?

Dann mach mit beim nächsten Online-Rhetorik Training. Darin wirst du innerhalb von 3 Stunden ein Story-Skript kennenlernen, mit dem du jede Art von Rede vorbereiten kannst, du wirst mit einem Thema deiner Wahl einen Kurzvortrag entwickeln, ihn halten und Feedback dazu bekommen.

Üben, üben, üben ;) Denn (und jetzt alle gemeinsam) Reden lernt man Nur Durch Reden.

Mit max. 6 Teilnehmer:innen wird es eine schöne und intensive Arbeit und du kannst dir sicher sein, dass du danach anders über das Thema Redeangst denken wirst. Was du lernst ist, wie du dich selbst so vorbereiten kannst, dass auch du sicher und frei über dein Thema sprechen wirst.

Hier noch die Eckdaten:

  • 28. August 2021 (Sa) von 14 – 17 Uhr oder
  • * 3. September 2021 (Fr) von 10 – 13 Uhr

Der Workshop findet über Zoom statt und kostet nur 99 €. Es gibt jeweils noch freie Plätze und du findest hier die Möglichkeit zum Anmelden. Such dir einfach den für dich passenden Termin aus.

Ich freu mich auf den Workshop mit dir!

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