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Hochzeitsbräuche: Traditionen bei Hochzeit & Trauung

Hochzeitsbräuche gibt es fast so viele wie Sand am Meer. Viele davon sind uralte Traditionen. Vom Polterabend über den ersten Tanz bis zum Brautstrauß werfen sind viele der Hochzeitsbräuche fest in die Trauung integriert. Aber warum wird der Brautstrauß eigentlich geworfen? Und warum bringt es Unglück, wenn der Bräutigam die Ehefrau vor der Hochzeit sieht?

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Warum gibt es Hochzeitsbräuche?

Hochzeitsbräuche sind das Ergebnis von Aberglauben, Traditionen und historischen Praktiken. So glaubten die Menschen in früheren Zeiten etwa, dass böse Geister und Dämonen versuchen könnten, die Hochzeit zu stören oder das Brautpaar zu verhexen. Um das Brautpaar etwa davor zu bewahren, wurde die Braut verschleiert. Die Menschen glaubten, dass die Braut durch den Schleier für die Dämonen nicht zu erkennen wäre. Und bereits ab dem 10. Jahrhundert entstand die Hochzeitsliturgie in der Kirche mit dem heute noch immer typischen „Ja-Wort“. Und der damalige Vormund der Braut wurde durch den Trauzeugen abgelöst. Und beide Hochzeitsbräuche sind heute noch aktuell. Denn auch wenn der Aberglaube mit der Zeit nachgelassen hat – die alten Traditionen rund um die Hochzeit wurden von Generation zu Generation weitergeben.

Hochzeitsbräuche rund um die Braut

Vor allem rund um die Braut gibt es einige Bräuche, die gerne gepflegt werden. Der wohl bekannteste stamm aus England, zur Zeit Königin Victorias. Der Originalspruch hierzu lautet: „Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six-pence in your shoe“.

Dabei symbolisiert das Alte (Schmuckstück oder Ähnliches) die Dauerhaftigkeit der Ehe. Das Neue steht für eine positive Zukunft. Das Geborgte steht für gegenseitige Unterstützung. Und das Blaue, meist das Strumpfband, symbolisiert Reinheit, Treue, Bescheidenheit, Ehrlichkeit und Liebe.

Aber auch, dass der Bräutigam seine Braut am Tag der Hochzeit zuhause über die Schwelle tragen muss, ist Teil der alten Hochzeitstraditionen. Dieser Brauch symbolisiert nicht nur den Übergang in ein neues Leben. Der Brauch soll die Braut auch vor bösen Geistern schützen, die am Tag der Hochzeit hinter der Türschwelle des Hauses auf sie warten würden. Damit der frisch angetrauten Ehefrau nichts passiert, trägt der Bräutigam sie daher ins Haus.

Das Cent Stück im Schuh

Dieser Hochzeitsbrauch stammt aus der Zeit, als die Frau ihren Hochzeitsschuh noch selbst vom eigenen Lohn kaufen musste. Anhand der Schuhe konnten dann die Hochzeitsgäste, vor allem aber der Bräutigam ablesen, ob die Braut eine sparsame Hausfrau ist. Damit die Ehe von Reichtum erfüllt bleibt, soll die Braut außerdem am Hochzeitstag ein Cent Stück in den Brautschuh legen. Mittlerweile wurde der alte Hochzeitsbrauch etwas erweitert und erlaubt auch das Ankleben des Geldstücks an die Schuhsohle – wohl wegen des Tragekomforts.

Das weiße Brautkleid - einer der schönsten Hochzeitsbräuche

Das weiße Brautkleid

Schon im antiken Rom trugen die Bräute zur Hochzeit eine wadenlange Tunika, die als Brautkleid identifiziert wurde. Die Hochzeitsbräuche im Mittelalter rund um das Brautkleid gingen so weit, dass die adeligen Frauen prunkvolle Gewänder mit Gold- und Silberverzierungen und prächtigen Stickereien trugen. Das Kleid war vornehmlich Grün, Rot oder Blau. Und gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde traditionell in Schwarz geheiratet. Dieser Hochzeitsbrauch wurde in der Unter- und Mittelschicht noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gelebt.

Erst mit Maria de‘ Medici entstand der Brauch um das weiße Brautkleid. Denn sie trug bei ihrer Hochzeit mit Heinrich IV ein eierschalenfarbenes, goldbesticktes Kleid aus Seide. Fortan etablierten sich helle Brautkleider bei höfischen Hochzeiten. Doch es war wieder Königin Victoria, die das weiße Brautkleid etablierte. 1840 mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg trug sie ein weißes Seidenkleid. Fortan wollten alle Bräute aus der Oberschicht auch in solch einem Kleid heiraten. Mit dem weißen Kleid symbolisiert die Braut ihre Unschuld und Reinheit.

Übrigens: Wer Geld sparen möchte und sich deshalb sein Brautkleid selbst näht, der sollte möglichst gleich Nadel und Faden zur Seite legen. Denn das Schneidern des eigenen Hochzeitskleids bedeutet ein mühsames und arbeitsintensives Eheleben.

Den Brautstrauß werfen

Auch das „Brautstrauß werfen“ ist eine der vielen alten Hochzeitsbräuche aus dem Mittelalter. Doch damals war es nicht der Brautstrauß, den die anwesenden Gäste erhaschen wollten. Vielmehr rissen sich die Frauen damals um das Brautkleid. Konnten sie davon einen Fetzen ergattern, wurde dadurch angeblich ihre Fruchtbarkeit gesteigert.

Da die Brautkleider aber immer teurer wurden, wurde die Tradition durch das Werfen des Brautstraußes abgelöst. Wer heute den Brautstrauß fängt, so heißt es, wird als nächstes heiraten.

Das Strumpfband wird traditionell mit den Zähnen entfernt

Hochzeitsbräuche rund um den Bräutigam

Zu den bekanntesten Hochzeitsbräuchen rund um den Bräutigam gehört das Entfernen des Strumpfbandes. Dieses muss der Bräutigam mit dem Zähnen vom Bein der Braut ziehen. Anschließend wird es, wie der Brautstrauß, zu den männlichen Hochzeitsgästen geworfen. Der Fänger ist dann der nächste Bräutigam.

Ebenfalls weitverbreitet unter den Hochzeitsbräuchen ist die Brautentführung. Die anfangs vor allem im süddeutschen Raum beliebte Tradition ist mittlerweile auch in anderen Teilen Deutschlands sehr beliebt. Dazu wird der Bräutigam traditionell abgelenkt, während Freunde und Verwandte mit der Braut in einer nahen gelegenen Kneipe oder Bar verschwinden. Wenn der Bräutigam seine Angetraute schließlich wiederfindet, kann er sie gegen eine Ablöse oder lustige Aufgabe aus der „Hand der Entführer“ befreien. Außerdem muss er die Zeche zahlen.

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Traditionelle Hochzeitsbräuche vor der Hochzeit

Doch nicht nur für Braut und Bräutigam, auch für die Hochzeit selbst gibt es einige Hochzeitsbräuche, die immer noch gerne eingehalten werden. So bringt es praktisch Unglück, wenn die Ehe bei abnehmendem Mond geschlossen wird. Gleiches gilt, wenn die Trauung erst nach 12 Uhr angesetzt ist.

Weitere Hochzeitsbräuche vor und während der Hochzeit

Allen bekannt sind die Hochzeitsbräuche des Polterabends und des Junggesellenabschieds. Am Polterabend wird traditionell alles Porzellan zerschlagen. Schließlich bringen Scherben ja bekanntlich Glück. Wer hingegen dabei Glas zerschlägt, der beschwört das Pech für die eigene Ehe herauf. Eine ganz alte Tradition ist der Junggesellenabschied. Dieser soll Überlieferungen nach 500 v. Chr. zum ersten Mal in Sparta abgehalten worden sein. Hier organisierten befreundete Soldaten für den Bräutigam am Abend vor der Hochzeit ein geselliges Miteinander. Noch heute ist die Tradition beliebt und symbolisiert den letzten Abend in „Freiheit“.

Brot und Salz – Hochzeitsbrauch mit Tradition

Eine eher vergessene Tradition unter den Hochzeitsbräuchen ist das Verschenken von Brot und Salz. Damit wünscht der Überbringer dem Brautpaar Glück und Wohlstand.

The "First Look"

Der First Look

Immer häufiger verbringen die angehenden Eheleute vor der Hochzeit die Nacht wieder getrennt. Der Bräutigam sieht die Braut dann erst wieder bei der Zeremonie in ihrem Brautkleid. Nur so wird verhindert, dass das Unglück über die Ehe hereinbricht.

Blumenkinder

Blumenkinder gehören zu den schönsten Hochzeitsbräuchen. Sie ziehen vor dem Brautpaar gehend mit in die Kirche ein und werfen dabei getrocknete Blütenblätter. Traditionell werden Rosenblätter verstreut, denn ihr Duft soll anziehend auf die Göttinnen der Fruchtbarkeit sein und der Ehe viele Kinder schenken.

Spalierstehen

Nach der Zeremonie stehen Gäste und Freunde vor dem Standesamt oder der Kirche Spalier. Sinngemäß soll das Spalier das Paar beschützen und auf den rechten Weg in den neuen Lebensabschnitt leiten.

Immer beliebt - Blumenkinder zur Hochzeit

Der Autokorso

Danach wird im langen Autokorso zur jeweiligen Location für die Hochzeitsfeier gefahren. Dafür werden am Auto des Brautpaars Blechdosen befestigt, die durch ihr klappern und scheppern böse Geister vertreiben sollen. Alternativ wird kräftig die Autohupe gedrückt.

Die Hochzeitstorte

Bereits im antiken Rom wurde über den Köpfen des Brautpaares der Hochzeitskuchen, ein trockener Mandelkuchen, zerkrümelt. Anschließend wurden die Krümel von der Hochzeitsgesellschaft verzehrt. Da Zucker und Mehl damals sehr teuer waren, symbolisierten die Krümel einen „Geldregen“ und sollten Reichtum und Wohlstand bescheren. Die heutige Hochzeitstorte stammt wiederum aus England. Mittlerweile ranken sich um die Torte zahlreiche weitere Hochzeitsbräuche. Sie sollte möglichst weiß sein, als Zeichen des Wohlstands. Denn Zucker war früher kostbar und nur reiche Familien konnten sich eine mit Zucker überzogene Hochzeitstorte leisten.

Nicht fehlen darf außerdem das Marzipan. Der Zucker im Marzipan steht für Glück und die Liebe, das Bittermandelöl für schlechte Zeiten in der Ehe und das Rosenöl symbolisiert die Leidenschaft.

Nicht zu vergessen der Brauch des gemeinsamen Anschneidens der Hochzeitstorte. Wer hier die Hand oben hat, hat auch später in der Ehe die Hosen an.

Und was viele nicht wissen: Die erste Etage der Hochzeitstorte sollte nicht am Hochzeitstag gegessen werden. Das bringt Unglück. Sie sollte eingefroren werden.

Der erste Tanz

Und der letzte der wichtigen Hochzeitsbräuche ist der erste Tanz des Ehepaares. Der Kreis, den das Brautpaar gemeinsam auf der Tanzfläche beschreibt, symbolisiert dabei die Unendlichkeit der Ehe, der Liebe und der Treue.

FAQ – häufige Fragen rund ums Thema Hochzeitsbräuche

Was sind typische Hochzeitsbräuche?

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Zu den typischen Hochzeitsbräuchen gehören der erste Tanz, das Anschneiden der Hochzeitstorte, der Polterabend, das weiße Brautkleid und das Brautstrauß werfen, aber auch das Spalierstehen nach der Trauung. Die Liste könnte noch endlos fortgeführt werden, denn die Zahl der Hochzeitsbräuche scheint endlos zu sein.

Welche 5 Dinge sollte eine Braut tragen?

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Die 5 Dinge, die eine Braut tragen sollte, sind etwas Altes, Neues, Geliehenes, Blaues und einen Glückspfennig im Schuh. All diese Dinge sollen ihrem späteren Eheleben glück bringen.

Was bringt Unglück für die Ehe?

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Unglück für die Ehe bedeutet das Essen der ersten Etage der Hochzeitstorte. Aber auch das Zerschmettern von Glas auf dem Polterabend. Oder wenn der Bräutigam die Braut vor der Trauung in der Kirche oder dem Standesamt im weißen Brautkleid sieht.



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