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Begrab mein Hirn in Elizabethtown

Am Anfang des neuen Films von Cameron Crowe (Almost Famous, Vanilla Sky) steht das Ende Einer jungen Karriere. Drew (Orlando Bloom) arbeitet als Designer bei einer Turnschuhfirma und sein jüngster Entwurf beschert der Firma einen Verlust von fast einer Milliarde Dollar. Er wird gefeuert und so kommt, was erwartungsgemäß in Popcornkino-Filmen kommen muss: Trennung von der Model-Freundin und ein wenig männlich wirkender Selbstmordversuch. Dieser scheitert unter anderem daran, dass Drew von seiner Schwester über den Tod seines Vaters informiert wird. Dieser starb ausgerechnet bei einem Familienbesuch in Elizabethtown, Kentucky, einem kleinen Ort im Mittleren Westen. Drew fliegt daraufhin in seine Heimatstadt, um den Vater einäschern zu lassen und zurück zu seiner Mutter nach Oregon zu bringen. Vorhersehbarerweise läuft dies nicht so glatt, wie es sich Drew vorstellt. Ihm stellen sich die kitschig-herzliche Klischee-Familie und die Stewardess Claire (Kirsten Dunst) in den Weg.

Der Film plätschert vom Beginn seiner Reise an den Punkt, den man schon 100 Kilometer vorher sehen kann. Die teilweise zerstrittene Familie besinnt sich auf den unerschütterlichen Wert einer intakten Gemeinschaft, Drew verliebt sich in Claire, Claire in Drew und überhaupt ist das Leben gar nicht so schwer, wie es am Anfang noch schien. So gewinnt der Film in letzten Drittel deutlich an Fahrt und Atmosphäre und steuert musikalisch großartig unterlegt auf ein Happy End zu, dass wie die Handlung vorhersehbar, aber trotzdem schön, ist.




Elizabethtown ist wohl einer der Filme, von denen man nicht mehr erwarten darf, als sie von vorneherein versprechen. Man fragt sich während der ersten 30 von insgesamt 123 Minuten zwar, ob es das Hauptanliegen des Films sei, Orlando Bloom aus allen möglichen Winkeln betrachtet gut aussehen zu lassen, aber mit Hilfe einiger Klischees in Sachen amerikanischer Großfamilie und Liebe, die zwar offensichtlich, aber nicht schmerzhaft, sind, schafft es der Film doch noch, gute Bilder und ein puscheliges Gefühl zu transportieren. Alles, was erzählt wird, wurde schon unzählige Male vorher so oder anders erzählt, aber es ist vor allem dem Humor, einer großartigen Kirsten Dunst, dem phantastischen Soundtrack und den Bildern, in denen man sich getrost 2 Stunden lang verlieren kann, zu verdanken, dass Eilzabethtown niemandem wehtut und man nicht das Gefühl hat, 7 Euro in die Tonne gejagt zu haben.


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