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Wie kann man wissen, dass man ein Faschist ist?

Seit dem großen Nazi-Test hier bei PPQ fragen sich viele Menschen Nicht mehr nur besorgt, "Wieviel Nazi steckt wirklich in mir?", sondern vor allem auch: Wie viel Nazi steckt in meinem Kollegen? Meinen Freunden? Meiner Frau? Meinen Kindern?

Zerohedge hat jetzt dankenswerterweise einen Schnelltest vorgelegt, mit dessen Hilfe sich nach einem kurzen Testgespräch sicher erkennen lässt, wer wieviel Nazi-Gedankengut und faschistische Verhaltensweisen in sich trägt.

Bill Barlow vom Harvard Law Record hat das Schnellverfahren entwickelt, nachdem Halloween-Kostüme an der US-Uni zum Verdacht geführt hatten, das Dritte Reich stehe kurz vor der Auferstehung. Daran waren nicht die Kleider schuld, sondern die Reaktionen darauf: Ein wütender Mob aus Hochgebildeten forderte danach, Entschuldigungen für die Kostüme nicht anzuhören, aus einer Diskussion zur Sache wurde eine Brüllerei voller Beschimpfungen.

"Das Problem hier ist nicht, dass die Menschen nicht einverstanden sind mit dem, was als Entschuldigung vorgebracht wird", glaubt Barlow, "das Problem ist, dass sie Repressalien fordern, weil sie sich im Recht fühlen."

Barlow hält das für "Proto-Faschismus" und er sieht ihn überall. Veranstaltungen für Meinungsfreiheit seien gestört worden, die Einengung des zulässigen Meinungsspektrum dient als Knüppel, Andersdenkende zu Tätern zu erklären. Wo aber fängt Faschismus an? Beim Brüllen? Beim Spucken? Beim Wegsperren? Oder bei der Ausgrenzung?

"Ich verstehe, dass es manchmal schwierig für Studenten ist, den Unterschied zwischen faschistischen Methoden und nicht-faschistischen Methoden der Förderung ihrer Überzeugungen und Agenden zu erkennen", sagt Barlow. Um den Betroffenen zu helfen, gibt der Wissenschaftler in einer modischen Liste (oben) ein paar einfache Tipps, wie sich Engagement im Meinungsstreit unfaschistisch mit Forderungen nach Berufsverboten, Schnauze halten und sich verpissen verbinden lässt.

"Natürlich ist dies keine vollständige Liste, aber es ist ein guter Ausgangspunkt", sagt er. Und es funktioniert: "Stellen Sie sich selbst die Frage: Bin ich für die Ächtung eines Menschen wegen dem, was sie glauben, weil ich glaube, sie müssen bestraft werden? Oder bin ich für die Ächtung eines Menschen, weil er nicht glaubt, was ich glaube?" Wenn die Antwort ja ist, sei immer sicher, dass hier eine "faschistische Taktik" vorliege.

Wir sprechen zwar verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes.


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