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Obwohl Hitler Mitglied ist: Millionen für bizarres Ritualtreffen

Die Trennung von Staat und Kirche hat in Deutschland Verfassungsrang, abgesehen von Sonderziehungsrechten der Kirchen aus dem Jahr 1803, der Hilfe der Finanzbehörden beim Einziehen des Zehnten und Zuschüssen zum Erhalt der Kultstätten der beiden großen Staatskirchen wird dieses Prinzip auch konsequent umgesetzt. Führende Politiker bekommen dafür hin und wieder Treffen mit hochrangigen Vertretern Gottes Auf Erden, bei denen Gelegenheit ist, den Beitrag der Kirche für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu würdigen.

Kritisch beäugt von einer ganz kleinen radikalen Randgruppe von Atheisten und Agnostikern lädt die Kirche jetzt zum 100. deutsche Katholikentag nach Leipzig. 30.000 Besucher werden hier in bizarren Kultveranstaltungen   zusammenkommen, gemeinsam gesundheitsschädlichen Weihrauch atmen, gottesfürchtige Lieder singen, in einem sogenannten heiligen Buch lesen und versuchen, aus uralten Aufzeichnungen Botschaften zu entnehmen, die ihnen im Umgang mit Smartphone, Sexualisierung der Gesellschaft und den Möglichkeiten der Gentechnik zum richtigen Verhalten raten.

Im Mittelpunkt der Ereignisse steht das bemühen, sich gegenseitig zu vergewissern, dass die Erde erst 6.000 Jahre alt ist, ein "allmächtiger" Gott alles von allen Menschen weiß - also mehr als selbst die NSA derzeit vermag - sein Gegenspieler ein sogenannter "Teufel" ist, der den Menschen im Stil eines Antänzers "verführen" will, dass Gebete, Wohlverhalten und Obrigkeitsgläubigkeit dagegen helfen, so dass der wahrhaft Gläubige am Ende seiner Tage von einem vor ca. 2.000 Jahren verstorbenen Torwächter in einem speziell Christen vorbehaltenen "Himmel" landet und nicht in der mit allen nur erdenklichen Folterkammern vollgestopften "Hölle". Eine hier vorgelagerte "Vorhölle" hatte ein Vorgänger des derzeitigen Stellvertreters Gottes auf Erden vor neun Jahren per Dekret abgeschafft.

Finanziert werden diese vorzivilisatorischen Götzendienste, die zum Teil in eigentümlicher Verkleidung begangen werden, nur zu einem knappen Drittel aus Beiträgen, dem Verkauf von gottesfürchtigen Werbeartikeln und angeblich freiwilligen Spenden von Menschen, die dem vermeintlichen Glauben völlig hörig sind. Weitere 2,1 Millionen spendiert die Kirche selbst ihrer eigenen Veranstaltung. Und sagenhafte 4,5 Millionen legen Stadt, Land und Bund obendrauf.

Der deutsche Staat unterstützt damit nicht nur eine autokratische Randgruppe, die Geburtenkontrolle, Teile der modernen Medizin und die Gleichstellung von Andersliebenden ebenso ablehnt wie viele Grundwerte der Demokratie. Sondern auch eine Vereinigung, die es bis heute ablehnt, den Massenmörder und Rassetheoretiker Adolf Hitler rechtswirksam aus ihren Reihen zu verstoßen.



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