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Lexikon der Duftnoten

Parfüms könnten hunderte verschiedene Duftnoten beinhalten. Zusammen machen sie die unverwechselbare Komposition eines jeden Dufts aus. Die meisten dieser Ingredienzen klingen vertraut und wir können uns zumindest etwas darunter vorstellen. Dazu gehören etwa Zimt, Vanille, Rose, Bergamotte oder Zedernholz. Doch einige Duftnoten wirken kryptisch. Was kann man unter Chypre, Aldehyden und anderen Ingredienzen verstehen? Wir erklären Ihnen die wichtigsten exotischen Duftnoten!

Chypre

Dieser Duft wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem französischen Parfümeur Francois Coty entwickelt. Der Name Chypre leitet sich von dem Parfum Chypre ab, welches nach der Insel Zypern benannt wurde. Chypre setzt sich aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen, die untereinander variieren können. Die Chypre-Kopfnote besteht aus Zitrusölen, darauf folgt eine blumige Herznote aus Rosenölen und eine warme Basisnote, die unter anderem aus Moschus besteht.

Chypre-Noten sind unisex, werden also sowohl in Damen- als auch Herrenparfum verwendet.

Ambra

Die Duftnote Ambra, welche auch Amber genannt wird und Bernstein bedeutet, ist ein tatsächlich ein Stoffwechselprodukt von Pottwalen. Die Pottwale produzieren Ambra wenn sie Nahrung zu sich nehmen. Das frische Ambra hat einen ziemlich unangenehmen Geruch, daher muss es erst mehrere Jahre an einem hellen und vor allem Luft zugängigen Ort gelagert werden. Erst dann nimmt Ambra seinen typischen Geruch an.

Da die Herstellung von natürlichem Ambra aus Sicht des Tierschutzes heute nicht mehr zu vertreten und zudem sehr aufwendig ist, wird der Duftstoff heute fast ausschließlich synthetisch hergestellt.

Um den Duft von Ambra zu beschreiben: Er ist ein wenig holzig und trocken aber dennoch gleichzeitig auch ein wenig süß. Dieser Duft ist dafür bekannt, ein orientalisches Charisma zu verströmen.

Ambra soll sogar gegen gesundheitliche Beschwerden helfen und zusätzlich auch erotisierend wirken. Besonders gut harmoniert Ambra übrigens mit Moschus, Sandelholz und Himbeere.

Moschus

In dem natürlichen Moschusextrakt sind zwei Duftelemente miteinander vereint: eine strahlende Note sowie auch ein animalischer Akkord. Moschus ist eines der vier Riechstoffe aus dem Tierreich, denn es wurde früher aus den Duftdrüsen des Moschushirsches gewonnen. Seine Riechstoffe sind dafür bekannt, sehr gut auf der Haut zu haften und auch eine gewisse Geborgenheit auszustrahlen.

Genau wie Ambra wird Moschus aus Gründen des Tier- und Artenschutzes heute nur noch synthetisch hergestellt.

Ylang-Ylang

Ylang-Ylang ist eine Baumart und bezeichnet neben dem bis zu 25 Meter großen Baum auch seine langen Blüten. Diese Blüten werden für die Gewinnung des Ylang-Ylang-Öls verwendet.

Ylang-Ylang wird auch die „Blume der Blumen“ genannt, aufgrund ihres intensiven und süßlichen Aromas. Der Duft ist außerdem sehr feminin und harmoniert in eigentlich jeder Parfumkomposition. Ylang-Ylang passt dabei aber besonders gut mit Maiglöckchen, Jasmin sowie auch Orange.

Aldehyd

Aldehyd hat eine sehr große Bedeutung für die Parfümerien. Außerdem gehören er zu den synthetischen Duftstoffen. Aldehyd-Düfte erkennt man vor allem an ihrem metallischen Geruch, der auch an den Duft von einer ausgeblasenen Kerze erinnert. Sie können jedoch auch andere Nuancen annehmen, etwa seifige, aromatische oder blumige Duftnoten.

Dieser metallische Geruch ist auf die Anwendung von Fettaldehyden zurückzuführen. Allerdings wird dieser Duftstoff nicht mehr so häufig verwendet, da er als nicht mehr so zeitgemäß gilt. Das bekannteste aldehyd-betonte Parfüm aller Zeiten ist Chanel No. 5.

Artikelbild: © wasanajai/Shutterstock.com



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