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Erntezeit am Ende eines heißen Sommers

Es ist Erntezeit. Jetzt ernte ich Tomaten aus dem eigenen Garten. Ich freue mich, dass meine Tomatenzucht so gut geklappt hat und dass ich jetzt reiche Ernte einfahren kann. Viele Tomaten wanderten schon in den Salat. Jetzt lege ich mir Vorräte für den Winter an. Die werden mir bestimmt ganz besonders gut schmecken, weil ich alles so würzen kann, wie es haben möchte und weil sie mich an den Sommer erinnern werden.
Einige Gläser mit Tomaten-Apfel-Zwiebel-Chutney und auch mit Tomatenmark sind schon eingelagert.

Im nächsten Jahr werde ich wieder Tomaten züchten. Den Samen sichere ich wieder aus einer Tomate. Eigentlich könnte ich die halbe Gartenanlage mit Pflanzen versorgen. Vielleicht gibt es ja mal eine Tauschbörse.

Erntezeit

Gerade ist es nicht mehr so warm, aber trocken ist es immer Noch. Es ist ein Krux: Kurz vor Leipzig teilen sich die mageren Wolken und ziehen beharrlich darum herum. Manchmal gibt es einige Tropfen Regen, wirklich nur tropfenweise. Und doch sieht man, wie gierig die Natur das wenige Wasser aufnimmt. Meine Essigbäumchen entfalte sofort ihre Blätter und überhaupt sieht es so aus, als richten sich die Bäume auf. Solche Eindrücke nehme ich gerne auf.

Die Vögel haben es schwer. Wenn man sie nicht mit Wasser und Futter versorgt, überleben sie das nicht. Sie sind stark ortsgebunden, fliegen nicht an Gewässer in der Nähe. Samen gibt es fast keinen und Würmchen gleich gar nicht.
In meinem Innenhof hat jemand Katzenklo-Schalen aufgestellt mit Steinen darin. Was für ein Treiben! Die Vögel stehen an zum Trinken und Baden und machen einen Heidenlärm dabei. Es ist eine Freude, ihnen dabei zuzusehen. Mir tut es unglaublich gut, wenn ich auf Spuren von Menschen treffe, die mal nicht nur dauernd an sich denken und bei denen alles Sinnen und Treiben nicht nur ständig um die eigenen Befindlichkeiten kreiselt.

Auch ein Stücke hin von meinem Haus, mitten in Grünau, hat jemand ein Vogelhäuschen und Wasserschalen aufgestellt. Dankbar wird das angenommen.

Futterplatz für Vögel in Leipzig-Grünau

Meine beiden Teile aus der selbstgesponnenen Wolle Habe Ich fertig gestrickt. Hier sind sie nur mit Nadeln zusammengefummelt, die auch noch immer rausfallen. Überall hängen noch Fäden, aber ich kann schon mal sehen wie es wird. Morgen nähe ich die Teile zusammen. Dann sieht es nicht mehr aus wie Sackleinen.

Wenn ich daran denke, wie schmutzig die Wolle war! Es war viel Arbeit und Gezuppel, die Wolle sauber zu bekommen, aber es hat sich gelohnt. Das ist jetzt auch ein bisschen wie Erntezeit.

Auf dem Spinnrad habe ich schon wieder das nächste Garn. Meine Färbeversuche sind noch nicht zu Ende. Rot färben will ich noch und auch Blau. Es reizt mich, auch mal eine Küpenfärbung zu machen, richtig blau zu machen. Vielleicht klappt es noch kurz vor Ende der Gartensaison.

Ich habe noch arge Schmerzen. Vielleicht habe ich den Herbstschub somit weg. Spinnen geht aber immer und das ist gut so.
Einige Untersuchungen muss ich jetzt über mich ergehen lassen. Wenn alles in Ordnung ist, dann bekomme ich bald ein neues Medikament. Das gibt mir viel Hoffnung. Ach, ich möchte mobil bleiben, noch viel tun und ausprobieren dürfen. Es soll nicht die letzte Erntezeit bleiben und auch die Wollprojekte sollen weiter gehen.

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