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Meisterhafte Solisten: Ewa Podleś

Etwas, für das ich mich lange nicht begeistern konnte, sind Arien. Davon gibt es in Opern unzählige und sie sind Nicht Immer die reinste Freude für das Publikum. Manchmal sind sie sehr lang, sehr kompliziert, ab und zu auch mal etwas öde, je nach Werk natürlich. Und: ein unsicherer Sänger oder ein fehlbesetztes Orchester können das ganze geradezu ruinieren. Genauso wie eine zu schrille Stimme, übertriebene (oder fehlende) Koloraturen oder blasse und ausdruckslose Darbietungen, die nicht, wie bei Ensemblestücken, durch andere Sänger ausgeglichen werden können.
Ich möchte in dieser Kategorie meines Blogs jedoch lieber vom völligen Gegenteil berichten. Nämlich von sehr schönen Arien, die dann auch Noch durch einen virtuosen Sänger geadelt wurden und so gewissermaßen zu Sternstunden der Operngeschichte wurden. Es handelt sich hier allerdings ausdrücklich um eine persönliche Einschätzung!

Die erste Sängerin, die eine solche Arie für mich zu einem besonderen Erlebnis machte, ist die polnische Kontra-Altistin Ewa Podleś. Sie wurde bereits als "Naturgewalt" beschrieben und ich kann mich dieser Meinung durchaus anschließen - sie ist absolut hinreißend und leider trotz ihrer schönen Stimme nicht bekannt genug!



Rossini - Tancredi - Di tanti palpiti

 

Generell Ist Podles eine ausgezeichnete Besetzung für die Titelrolle in Rossinis opera seria Tancredi. Es handelt sich hierbei übrigens um eine Hosenrolle - Tancredi ist nämlich ein Mann. Dieser wurde während des Bürgerkriegs aus der Stadt verbannt und ist gerade inkognito nach Syrakus zurückgekehrt, wo er sich auf das Wiedersehen mit seiner Geliebten, Amenaide, freut. Noch weiß er nicht, dass diese einen anderen heiraten soll, um den Frieden mit den Feinden ihres Vaters zu wahren...
Hier singt er also noch davon, wie wundervoll das bevorstehende Treffen sein wird, nach all den Qualen, die hinter den beiden liegen.

Sarà felice - Il cor mel dice,
Il mio destino - Vicino a te.

Ganz besonders erwähnenswert ist Podles' äußerst ausdrucksstarke Interpretation des Stückes, das man gewissermaßen als einen von Rossinis "Greatest Hits" bezeichnen kann. Die Cavatina war im 19.Jahrhundert (und ist inzwischen wieder) sehr beliebt und wird auch gern getrennt von der ursprünglichen Oper dargeboten. Sie gehört durchaus ins Standardrepertoire vieler Mezzosopranistinnen. Jedoch nicht immer so gelungen wie in der folgenden Aufzeichnung.
Auch das Orchester ist in Hochform, wie sich schon in den ersten Takten abzeichnet - so dass das Stück noch mehr Vergnügen bereitet. 

Viel Spaß! :)






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