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Niedersächsisches Hunderegister

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„Laut dem Niedersächsischen Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) müssen alle HundehalterInnen ab dem 01. Juli 2013 ihren Hund in einem zentralen Register anmelden. Die Daten, die dort gespeichert werden müssen, bestimmen sich nach § 6 NHundG. (https://www.hunderegister-nds.de/login)“.

So stehts geschrieben und damit muss jeder in Niedersachsen seinen Hund bei der „Kommunales Systemhaus Niedersachsen GmbH“ registrieren. Das kostet auch – wie alle bürokratischen Vorgänge in Deutschland – eine Gebühr. In den FAQ steht:“  Für jede Online-Registrierung werden Kosten in Höhe von 14,50 € zzgl. 19 % MwSt. anfallen. Eine telefonische bzw. schriftliche Anmeldung kostet 23,50 € zzgl. 19 % MwSt. Schriftlich oder telefonisch übermittelte Daten verursachen einen höheren Aufwand und sind daher teurer.“

Abgesehen davon, dass Niedersachsen als einziges Bundesland in Deutschland so eine Verordnung hat und die Niedersachsen damit benachteiligt sind, sind es wieder die Hundebesitzer, die neben der Hundesteuer auch noch eine Gebühr dafür zahlen müssen, dass sie einen Hund haben, denn die Anmeldung ist Pflicht. Pferdehalter zahlen z.B. keine Steuern, obwohl sie genau die gleiche Infrastruktur wie Hundebesitzer nutzen. Ein Aufschrei ging durch die Welt der Pferdebesitzer, als einige wenige Kommunen androhten, eine Pferdesteuer zu bezahlen. Schnell gab es eine Petition der Pferdezuchtverbände und alles war wieder gut. (http://www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer/pferdesteuer). Pferdelobbyisten drohten mit Arbeitslosigkeit auf den Pferdehöfen und mit einer Verarmung der Kultur in den Pferdefreizeitgebieten.

Um mich nicht falsch zu verstehen, ich möchte auch nicht, dass die Pferdefreunde eine Steuer zahlen, ich möchte, dass Hundebesitzer keine Steuern zahlen. Und Hunde gehören auch zur Kultur des Menschen – seit der Steinzeit, und damit länger als Pferde.

Warum schaffen es die Hundebesitzer nicht, genauso eine Lobby-Arbeit zu machen? Den Hundebesitzern scheint kein Politiker zuhören zu wollen. Halbherzige Demos haben nichts genutzt. Dabei ist der Hund als Blindenhund, Therapiehund und Rettungshund, als sozialer Begleiter von Kindern, Senioren und Obdachlosen aus der heutigen Zeit nicht wegzudenken. Doch die Öffentlichkeit nimmt das alles nicht wahr. Nur wenn es wieder Zwischenfälle mit sogenannten „Kampfhunden“ – willkürlich gelisteten Hunden, raschelt es wieder in der Medienwald und die Empörung ist groß. Reit- und Kutschunfälle werden als sportliches Risiko gesehen und betrauert.

Ich sehe hier ganz klar den VDH, seine angeschlossenen Verbände und auch den deutschen Tierschutz in die Pflicht genommen, hier etwas zu ändern und die Lobbyarbeit zu verstärken. Aber hier mauschelt ein jeder alleine vor sich hin und so gibt es nie konkrete Ergebnisse. Die Hundesteuer ist willkürlich und nicht zweckgebunden, sondern soll den Hundebestand in den Städten und Gemeinden regulieren. Dies ist nicht konform mit dem Grundgesetz und bedeutet eine Diskriminierung der Hundebesitzer. Städte und Gemeinden freuen sich über so eine Steuer, die sie selbst in der Höhe festlegen können und die damit auch Löcher in die klammen Etats stopft. Denn ohne Zweckbindung kann das Geld für alles mögliche benutzt werden.

Doch zurück zur Registrierung in Niedersachsen. Mit dieser gibt es keinen verbundenen Service für den Hundehalter. Er hat also keine Vorteile davon. Denn obwohl die Nummer des Chips angegeben werden muss, kann über das Register der Hund nicht gesucht oder gefunden werden. Das Register ist also nur ein neuer Datenmoloch und widerspricht damit dem Gebot der Sparsamkeit bei Daten. Über dieses Datengrab bekommt der Hundehalter keine Informationen über den Verbleib seines Hundes. Hier bleibt nur die zusätzliche KOSTENLOSE! Anmeldung bei TASSO oder dem Deutschen Haustier Register . Diese bieten einen „Rund-um-die-Uhr“- Kontakt, wenn ein Tier entlaufen ist. Darüber hinaus werden aktive Maßnahmen wie das Erstellen von Suchplakaten angeboten. Diese Institutionen leben der Mitwirkung ehrenamtlicher Helfer und von Spenden.

Wenn also gerade jetzt in der Weihnachtszeit eine Spendenbitte z.B. von TASSO im Briefkasten liegt, dann bitte einmal überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, diese Vereine zu unterstützen. Das ist eine einfache Methode, seine Solidarität zu zeigen.

Und jeder sollte in Niedersachsen überlegen, wo er bei der nächsten Landtagswahl sein Kreuz macht. Am besten vorher seinen Abgeordneten oder die überhaupt die Kandidaten, die zur Wahl stehen, fragen, wie sie zum NHundG stehen. Schon diese Diskussion in der Öffentlichkeit hilft.

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