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The Elder Scrolls V – Skyrim Special Edition

The Elder Scrolls V – Skyrim Special Edition

Mit der Skyrim Special Edition erschien dieses Jahr eine „Remastered Version“ eines Teils der „The Elder Scrolls“ Saga für die PS4. Es handelt sich hierbei um eine Neuauflage des gleichnamigen Teils aus dem Jahr 2011. Inhaltlich gibt es nichts Neues im Vergleich zum Vorgänger – grafisch wurde nachgebessert. Lohnt sich der Kauf?

Ich muss gestehen: für Mich ist es der erste Teil der Saga. Ich betrat Himmelsrand also jungfräulich und wusste überhaupt nicht, auf was ich mich einlasse. RPG sind eigentlich überhaupt nicht mein Spiel-Genre und ich hatte ehrlich gesagt große Angst, wie wohl mein Fazit zum Spiel ausfallen wird.

Auch ist die Geschichte eigentlich nicht ganz Meine Wellenlänge: als Drachenjäger kämpft ihr gegen Drachen und versucht einen bevorstehenden Bürgerkrieg im Königreich Skyrim zu verhindern. Alles ist mittelalterlich angehaucht und mit Fantasy-Elementen durchzogen. Es gibt da beispielsweise Drachen, Magier, Werwölfe, Elfen, Vampire, Riesen aber auch Mammuts und Säbelzahntiger. Für mich war das auf den ersten Blick irgendwie sehr durcheinander. Auch nach einigen Spielstunden fällt es mir noch schwer die Geschichte nachzuvollziehen.

Was mich allerdings von Anfang an sehr gereizt hat, ist das offene Charaktersystem und die Open-World. Es ist fast schon ein bisschen so wie ein Lebenssimulator à la „The Sims“ – nur eben deutlich umfangreicher. Ihr könnt eure Welt fast ohne Einschränkungen erkunden und den Charakter eures Helden in die verschiedensten Richtungen weiterentwickeln. Vielleicht möchtet ihr ein erfolgreicher Magier sein oder ein genialer Taschendieb? Vielleicht aber auch einfach ein begnadeter Schwertkämpfer oder ein Werwolf? Es gibt nichts, was ihr in Skyrim nicht erreichen könntet. Später könnt ihr euch sogar noch häuslich nieder lassen, heiraten und eine Familie gründen. Die Welt steht euch offen und ihr allein entscheidet, was ihr als nächstes machen wollt. Eigentlich ja doch ganz spannend, oder?

Die Saga beginnt…

Etwas zurückhaltend startete ich also mein Abenteuer und erstellte mir zunächst meine Heldin. Ein Waldelf sollte es sein – dieses Volk sprach mich optisch einfach am meisten an und ich versprach mir viel von den angepriesenen Fähigkeiten wie Schlösser zu knacken, Taschendiebstähle zu begehen und einer ausgeprägten Schiesskunst. Zäh startete ich mein Abenteuer als Gefangener, dessen Hinrichtung durch einen Drachenangriff vertagt wurde. Glück gehabt: wir bekommen direkt zu Spielbeginn die Chance – in einem recht langen Tutorial – über die Steuerung Herr zu werden und machen uns direkt einen Namen und werden begnadigt. Nur wenige Stunden später werden wir als Drachentöter in die Geschichte eingehen. Insgesamt ist das Tutorial recht actionreich – allerdings wird man zunächst künstlich dumm gehalten und kann nur treudoof durch die Gegend laufen, bis die entsprechenden Fähigkeiten erklärt wurden. Zähne zusammenbeißen…

Nachdem die Steuerung klar ist, geht es auch direkt los. Unser Held bekommt seine erste Aufgabe und wir stürzen uns gemeinsam mit ihm ins erste Abenteuer. Bei mir war es so, dass ich direkt nach der Erfüllung der ersten zwei Hauptquests den „Roten Faden“ der Geschichte verloren habe. Witziger Weise allerdings, ohne es zu merken. Dieses Spiel ist ein Meister der Ablenkung. Meine To-Do-Liste wurde schnell unendlich lang. Ich stürzte mich von einer Aufgabe in die nächste: erkundete das Land, half Bewohnern, versuchte Riesen und Mammuts zu bekämpfen und tötete mächtige Magier, die mir plötzlich gegenüber standen. Außerdem trat ich mal eben der Diebesgilde und der Gilde der Gefährten bei… immer wieder fand ich neue spannende Dinge, die ich erledigte.

Ich entwickelte immer mehr Fähigkeiten, konnte plötzlich sogar starke Magie anwenden und komplizierte Schlösser knacken. Viele Stunden vergingen und ich hatte immer das Gefühl weiter zu kommen. Doch dann änderte sich plötzlich alles. Ständig starb ich. Kam nicht mehr vorwärts. Mein Spielfortschritt stagnierte.

Immer mehr geriet ich ins Fluchen, weil ich die wertvollen Gegenstände in den Dungeons nicht mehr tragen konnte – meine maximale Traglast war schnell erreicht und ich musste mich von anderen wertvollen Dingen trennen, um neue mitzunehmen. Meine Frustration stieg stetig. Nachdem ich unzählige Nebenquests erledigt hatte, erreichte ich den Tiefpunkt, als mein gerade erst gekauftes Pferd von einem Riesen getötet wurde, während ich eine Höhle plünderte.

Wieder einmal musste ich mich mit vollen Taschen zum nächsten Krimskrams-Laden quälen, um mein Hab und Gut zu Gold zu machen. In ellenlangen Gesprächen bekam ich immer mehr Aufgaben, die Geschichte wurde immer komplexer. So viele Menschen, Gesichter, Namen… so viel zu tun. Meine bessere Hälfte, die Skyrim bereits auf der PS3 spielte (Achtung: Spielstände können nicht auf neue Konsolen übertragen werden), wies mich dann darauf hin, dass ich doch besser zunächst die Hauptquests erfüllen sollte, da das große Vorteile mit sich bringen würde und zählte mir einige davon auf… Wie Hauptquest? Gehörte das alles nicht zur Story?

Gesagt getan: also schnell ab ins Menü und das erste Mal das Menü mit der Quest-Übersicht bewusst wahrgenommen. Praktisch! Ich begab mich also postwendend wieder auf meinen „Pfad“. Plötzlich, nach der Erfüllung einiger Gefallen für den Jarl von Weißlauf, konnte ich auf einmal nicht nur mein erstes Haus „Brisenheim“ kaufen, sondern hatte auch mehr Ansehen in der Stadt (ich war jetzt „Thane von Weißlauf“) und hatte ab sofort eine Gefährtin an meiner Seite, die mich mit ihrem Leben verteidigte und praktischer Weise auch noch meinen ganzen geplünderten Kram tragen konnte. Na bitte – geht doch!

Schnell stieg bei mir wieder die Euphorie und das Spiel nahm Fahrt auf. Ich entwickelte großen Spaß. Das hatte ich – ehrlich gesagt – überhaupt nicht erwartet. Mittlerweile versuche ich Neben- und Hauptquests in einem ausgewogenen Verhältnis zu erledigen und meine Frustration ist fast wie weggeblasen.

Wer gerade keine Quests abarbeiten möchte, kann in Himmelsrand aber auch so reichlich entdecken. Man kann beispielsweise in Sägewerke investieren, um regelmäßige Einnahmen zu beziehen. Wer viel Geld auf der hohen Kante hat, kann auch einfach seine Familienplanung voran treiben, Häuser kaufen und ausbauen. „The Elder Scrolls“ lebt von seinen vielen Möglichkeiten und der Freiheit, die der Spieler hat …und von der Ablenkung!

Über die eigentliche Storyline möchte ich an dieser Stelle gar nichts weiter erzählen, da es den Beitrag vollkommen sprengen würde. Die Geschichte – mit all ihren Charakteren und Einzelschicksalen – ist hierfür auch einfach zu umfangreich. Nur so viel: Skyrim ermöglicht es mir, in eine mir bisher völlig fremde Welt einzutauchen, in die ich vorher keinen Fuß gesetzt hätte, weil es mich thematisch einfach nicht interessiert hat. Ich bin sehr fasziniert von diesem Spiel und von der Tatsache, dass es geschafft hat, meine Meinung um 180 Grad zu drehen! Irgendwie bin ich – fast über Nacht – mit meiner Heldenfigur ein Teil der Geschichte geworden und bin gespannt, was meine nächsten Abenteuer sein werden.

Fazit

Mit der Special Edition von Skyrim erwerbt ihr eine grafisch aufpolierte 2011er Version inklusive den drei erschienen DLCs. Da ich die 2011er Version nicht kenne, kann ich an dieser Stelle keinen Vergleich der grafischen Aufbereitung anstellen. Für mich ist das Spiel komplettes Neuland. In dieser Version gibt es ein schönes Lichtspiel, Regen, Schnee, Flora und Fauna sind gut umgesetzt, Gebäude und Gesichter der Charaktere sind verhältnismäßig detailliert gestaltet. Für mein Empfinden ist die Grafik in der Special Edition gut – aber eben auch definitiv nichts besonders. An dieser Stelle kann man mit Mods nachhelfen und u. a. die Grafik noch ein wenig aufpolieren. Auf der PS Pro soll die Grafik übrigens sehr detailreich aussehen – wurde mir gesagt.

Der epische Soundtrack hingegen kann sich wirklich hören lassen. Auch nach vielen Spielstunden hat man nicht das Bedürfnis den Ton auszuschalten. Sobald der erste Ladescreen erscheint, fühlt man sich direkt wieder Zuhause.

Die Steuerung ist intuitiv und schnell erlernt. Etwas tricky sind die Menüs. Hier sollte man sich ein wenig mehr Zeit nehmen, als ich es getan habe – sonst entgeht einem am Anfang einiges. Das etwas langatmige Tutorial am Anfang hilft beim Kennenlernen der grundsätzlichen Steuerung, vernachlässigt aber Erklärungen von Quest-Menü oder beispielsweise der Entwicklung eurer magischen Fähigkeiten.

Mir gefällt der Open-World-Charakter sehr: egal wo man hingeht, findet man neue Aufgaben und Herausforderungen. Allerdings liegt hier auch ein bisschen der Schwachpunkt, da man die Hauptaufgaben extrem schnell aus den Augen verliert. Ablenkung, wo man nur hinsieht! Man muss sich hier selbst ein bisschen zur Ordnung rufen und immer wieder darauf achten, den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren.

Das einzige, was mich wirklich stark stört, ist die Größe mancher Dungeons und die oft ellenlangen und gähnend langweiligen Gespräche (die ich mittlerweile übrigens oft überspringe). Oft war ich in irgendwelchen Höhlen, Grabstätten oder in Katakomben und war einfach nur genervt, weil es kein Ende nahm. Manchmal hätte es die Hälfte der Räume meiner Meinung nach auch getan.

Und nun zurück zur Ausgangsfrage: Lohnt sich der Kauf?
Da die Neuauflage der alten Version anscheinend exakt die selben Inhalte hat, lohnt sich der Kauf für alte Hasen wahrscheinlich nur bedingt. Für Neueinsteiger – wie mich – ist der Kauf allerdings äußerst empfehlenswert. Ich bin nachhaltig begeistert vom Spiel und werde es sicherlich noch viiiiiele Stunden spielen, Drachen bekämpfen, den Frieden wiederherstellen, mich in Himmelsrand häuslich niederlassen, heiraten und ganz viele arme Waisenkinder adoptieren… ;-)

Kostenpunkt für die PS4 Version: aktuell ~ 40€. Gut investiertes Geld, wenn man bedenkt, dass man hier mehrere hundert Stunden Spielspaß haben kann. Daumen nach oben!

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Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.



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