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Wir planen keine Rekorde – aber wir arbeiten jeden Tag daran

Es ist soweit: Letzte Woche konnte Andreas Pohl erneut ein Rekordjahr für die Deutsche Vermögensberatung verkünden. Sowohl beim Umsatz (+5,9 Prozent) als auch in den Einzelsegmenten konnten besondere Zuwächse verzeichnet werden. Vor allem die Bereiche Lebensversicherung (+3,2 Prozent), Investment (Direktgeschäft) (+55,2 Prozent) und Baufinanzierung (+10,2 Prozent) stechen mit positiven Zahlen hervor. Gemeinsam mit dem Finanzvorstand Lars Knackstedt schauen wir uns die Ergebnisse genauer an.

Herr Knackstedt, die DVAG blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wie sind die kürzlich veröffentlichten Zahlen einzuschätzen, auch mit Blick auf den Markt und die Branche?

Zu diesem Zeitpunkt ist das noch relativ schwierig, weil die Konkurrenz nicht zeitgleich mit uns ihre Zahlen veröffentlicht. Man muss sich da sowohl ein wenig auf Trends als auch auf Vorjahreszahlen berufen. Aber durch unsere Erfahrung aus den letzten Jahren Haben wir immer einen ganz guten Blick, wo wir stehen. Wir sind so groß, wie die fünf folgenden Konkurrenten zusammen. Alles in allem haben wir unseren Spitzenplatz mit Bravour verteidigt, sowohl was die absolute Größe angeht als auch der relative Provisionsumsatz. Gerade im Jahr der Pandemie ist das alles mehr als vorzeigbar.

Sie haben die Größe bereits angesprochen, aber gibt es noch andere Punkte, wo die DVAG sich von anderen Unternehmen unterscheidet?

Wichtig ist, Dass wir nicht börsennotiert sind, sondern ein klassisches Familienunternehmen. Da wir uns nicht ständig vor dem Kapitalmarkt mit Quartalsberichten rechtfertigen müssen, können wir unsere Strategien entsprechend langfristig verfolgen. Das bedeutet, dass wir unsere Investitionen und unser Geschäftsmodell beharrlich und so wie wir es für richtig halten tätigen und dabei unsere Stärken ausspielen können. Seitdem Andreas Pohl den Vorstandsvorsitz übernommen hat, haben wir in den letzten fünf Jahren sehr stark in unser Wachstum investiert. Das sieht man auch daran, dass der Umsatz von 1,3 Mrd. auf fast 2 Mrd. gewachsen ist. Und das hilft uns natürlich, die Herausforderungen des Marktes und der Regulierung zu bewältigen.

Natürlich finden Kennzahlen wie Umsatz und Gewinn immer besonders viel Aufmerksamkeit. Aber welche Zahl ist für Sie als Experte dazu besonders aussagekräftig und wieso?

Eine Zahl, die ich interessant finde und die sicherlich nicht so in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird, ist der operative Cash-Flow. Also praktisch der Überhang der Liquidität aus dem operativen Geschäft. Wir haben dieses Jahr einen Überhang von 354 Millionen Euro, und diese Zahl ist auch in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Das bedeutet, dass wir in jedem Fall in der Lage sind, sämtliche Herausforderungen eigenständig zu finanzieren. Man sieht in der Bilanz auch, dass wir keinerlei Finanzschulden haben – bis auf ein kleines KfW-Darlehen auf unserer Zentrale. Liquidität ist sehr wichtig, auch in den Phasen der Unsicherheit, wo man nicht genau sagen kann, welche großen Investitionen in der Pandemie auf uns zukommen und wie sich die Umsätze entwickeln. Insgesamt steigen die Risiken, da ist es wichtig, genug in der Kasse zu haben. Und ganz umgangssprachlich zeigt diese Zahl, dass die Kasse jedes Jahr gut aufgefüllt wird.

Welche Zahl hat Sie – vor dem Hintergrund der Pandemie – dieses Jahr bei der DVAG besonders beeindruckt?

Das ist tatsächlich die Umsatzentwicklung mit einem Plus von 5,9 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Wenn man mich im März gefragt hätte, wie sich das Jahr wohl entwickeln wird mit diesen ganzen Unsicherheiten, da habe ich viele Risiken gesehen und wäre mit einer Umsatzprognose eher verhalten gewesen.

Wie klappt die digitale Beratung? Können die Vermögensberater sich ohne Probleme mit ihren Kunden austauschen? Haben wir vielleicht eine Arbeitslosen- und Insolvenzwelle, sodass wir plötzlich ein hohes Stornoaufkommen haben? Im Grunde wäre ich zu dem Zeitpunkt schon froh gewesen, wenn wir uns auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt hätten. Umso mehr beeindruckt mich die großartige Arbeit der Vermögensberater. Außerdem zeigt sich hier auch die Innovationskraft durch die digitalen Vermittlungsinstrumente. Aus dem Allfinanzkonzept heraus konnten wir zeigen: Jede Krise ist auch immer eine Chance und unsere Vermögensberater haben das offensichtlich ebenfalls genutzt. Insoweit ist die Umsatzentwicklung für mich dieses Jahr ganz besonders.

Inzwischen blickt die DVAG auf eine wahre Erfolgsserie mit sechs Rekordjahren in Folge zurück. Kann das immer so weiter gehen?

Wir planen natürlich nicht mit den Rekorden – aber wir arbeiten jeden Tag daran. Es gibt sowohl Optimismus als auch das Bewusstsein für die Risiken. Und das ist nicht zuletzt die Politik, die durch Regulierung und durch volkswirtschaftliche Entscheidungen zu einer schon einige Jahre andauernden Nullzinsphase geführt hat. Das wirkt sich natürlich auch auf unsere Produkte aus, zum Beispiel bei der Altersvorsorge. Deswegen arbeiten wir auch sehr stark an Produktinnovationen. Unsere Altersvorsorge mit aktienbasierter Anlage, Investmentsparen und die fondsgebundene Lebensversicherung sind schon die richtigen Antworten. Meiner Meinung nach ist das das definitiv unsere Stärke: Auf Herausforderungen immer wieder eine Antwort zu finden und diese dann im Allfinanzkonzept und im Produktangebot einzugliedern.  

Für mich zeigt auch die Tatsache, dass wir eine sehr hohe Sparquote im Investmentbereich hatten, dass unsere Vermögensberater diese Herausforderungen wie Nullzins natürlich auch adaptieren und bei der Beratung an ihre Kunden weitergeben.

Natürlich darf eine Frage mit aktuellem Bezug zu Corona nicht fehlen. Aufgrund der Pandemie gab es eine ganze Reihe an Aufwendungen: Masken, Gesundheitskonzepte, etc. und die DVAG hat diese Kosten aus eigener Kraft ohne Corona-Hilfen gestemmt. Wie wirkt sich so etwas auf die Bilanz aus? Planen wir demnächst einen Pandemie-Puffer ein?

Einen Pandemie-Puffer brauchen wir nicht unbedingt. Was die Pandemie angeht, sind die Aufwendungen, um den Umsatz aufrechtzuerhalten viel größer als die tatsächlichen Kosten wie Masken und Co. Unsere Vielfalt im Konzern kommt uns da zugute. Wenn an der einen Seite Kosten entstehen, ist meist an der anderen Seite eine Option, sie einzusparen. So werden bestimmte Produkte stärker nachgefragt, die vielleicht vorher nicht so präsent waren, zum Beispiel die Sachversicherungen, Rechtschutz und Krankenhaustagegeld. Man kann quasi sagen, dass sich Kostenbestandteile einfach verschieben und wir haben ein Auge darauf, dass sich alles die Waage hält. Aber man macht sich auch bewusst, dass es manchmal sehr schnell gehen kann. Wir können froh und dankbar sein, dass wir auch mit unserem Geschäftsmodell die Chance und Möglichkeiten haben, die Krise gut zu managen.

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