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Wie du wirklich gesund bleibst, hat wenig mit deinem Lebensstil zu tun

Gesundbleiben durch Verbundenheit

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Wusstest du, dass es eine Wissenschaft der Verbundenheit gibt? Dabei wird erforscht, wie sich vorhandene oder fehlende Verbundenheit mit anderen Menschen auf dich und vor allem auf deine Gesundheit auswirkt.

Wir kennen viele Risikofaktoren für Herzinfarkt beispielsweise. Zu hohes Cholesterin, zu hohes Gewicht, zu wenig Bewegung, rauchen, Alkohol und was es da sonst noch so gibt. Doch keiner dieser Faktoren hat tatsächlich das größte Potential dir einen Herzinfarkt zu verpassen.

Was uns wirklich krank macht

Es ist etwas, auf das man vielleicht nicht gleich kommen würde. Doch die Ergebnisse sind absolut eindeutig:

fehlende Verbundenheit führt zu dem größten Risiko für Herzinfarkt, für Depression und für weitere schwere Erkrankungen.

Die Einsamkeit ist es, die uns krank macht. Sich isoliert und allein zu fühlen. Keinen Verbindungen mit anderen Menschen zu haben, sich nicht eingebunden zu erleben, kein Teil einer Gemeinschaft zu sein. Bowling alone nannte das ein Forscher der zu diesem Thema Studien gemacht hat.

Dagegen können Risikofaktoren, wie die oben genannten, eine viel geringere Wahrscheinlichkeit auslösen an so einem Leiden zu erkranken, wenn jemand einen hohen Grad an Verbundenheit mit anderen hat.

Bildquelle: pixabay skeeze

Ist die Verbundenheit in der Kultur verankert?

Sehr interessant ist das bei Forschungen die zu diesem Thema verschiedene Kulturen in den Blick nehmen. In Japan leben mit Abstand die meisten Menschen die über 100 Jahre alt sind. Geistig häufig noch fit und gesundheitlich erstaunlich intakt.

Natürlich gibt es dort andere Essgewohnheiten wie einen hohen Fischkonsum, viel Reis und Gemüse, doch all diese Unterschiede sind nicht der Schlüssel für das hohe Alter in dieser Kultur. Es ist die vollkommen andere Sicht auf die Welt.

In der japanischen Kultur ist die Gemeinschaft das höchste Gut und von dort aus wird das Leben gelebt. Man ist eingebunden in seine Familie, seinen Freundeskreis, sein Unternehmen in dem man arbeitet. Die Gemeinschaft hat einen höheren Wert als das individualisieren des Einzelnen.

Genau umkehrt wie in westlichen Gesellschaften. In denen es darum geht sich selbst zu finden, sich als Einzelwesen, das etwas Besonderes ist, wahrzunehmen, in der Individualität über der Gemeinschaft als Wert steht. Hier fehlt die Verbundenheit und schwere Erkrankungen treten weitaus häufiger auf.

Der Japaner an sich ist nicht gefeit dagegen, wie eine interessante Forschung aufzeigt. Denn Menschen die von Japan nach Amerika oder anderen Ländern ausgewandert sind, fallen dann in die gleichen Risikogruppen und erkranken genauso häufig, wenn sie ihre kulturelle Art des Lebens aufgeben. Wenn sie der Individualität den Vorrang geben vor der Gemeinschaft. Damit geben sie ihren wertvollsten Gesundheitsschutz auf und erkranken genauso häufig.

Die Japaner dagegen, die auch in der Fremde an ihren eigenen Wertvorstellungen festhalten und Verbundenheit weiter pflegen, bleiben damit genauso geschützt wie in ihrem Heimatland.

Halte die Seele gesund und du bleibst gesund

Selbstverständlich kann es nicht schaden, sich gesund zu ernähren, nicht zu rauchen und nur mäßig Alkohol zu trinken, doch es ist schon bezeichnend, dass unser Körper gesund bleibt, Wenn Wir Uns um unsere Seele kümmern.

Wenn wir uns ein Umfeld schaffen, in dem wir eingebunden sind. In dem wir ein Netz haben, das uns trägt in schwierigen Zeiten und in dem wir andere mittragen in deren schwierigen Zeiten.

Seit dem sich unsere Gesellschaft wegbewegt vom Wohnen mit mehreren Generationen unter einem Dach hinzu einem Wohnen in Singlehaushalten und dem starken Pflegen hoher Individualität, sind aus meiner Sicht schwere Krankheiten immer häufiger geworden und Depressionen und Burnout haben einen steilen Anstieg erlebt.

Bei Burnout ist die Forschung eindeutig: Solange wir in ein sicheres soziales Netz eingebunden sind, können wir mit Stress sehr viel besser umgehen als jemand der sich einsam und isoliert fühlt.

Gemeinschaft ist lebensnotwendig

Wir Menschen sind nicht dazu geschaffen, ohne Verbindungen zu leben. Wir brauchen diese für ein gesundes und glückliches Leben. Wir können nicht gesund altern, wenn wir uns einsam fühlen.

Wir frönen viel zu sehr dem Konkurrenzdenken und dem höher, schneller, weiter. Darin hat Verbundenheit nur begrenzt Raum.

Denn Verbundenheit bedeutet Kooperation, es bedeutet, dass ich mich selbst auch einmal hintenan stellen kann. Dass ich zurückstecke zugunsten anderer und nicht in Neid vergehe, wenn jemand mehr Erfolg hat wie ich.

Erfolg haben bedeutet keineswegs nur die nächste Gehaltsstufe und der nächste Bonus. Genauso wenig wie für einen Selbständigen noch mehr Umsatz das Kriterium für Erfolg sein sollte. Erfolg ist viel umfassender zu betrachten, wenn wir ein gesundes Leben führen wollen.

Dann heißt Erfolg auch, wie viel ich für andere tue, wie sehr ich mich kümmere, meinen Teil zur Gemeinschaft beitrage, wie viel Zeit ich für die Menschen in meinem Leben aufbringe.

Niemand bereut auf seinem Sterbebett, nicht noch mehr Geld verdient zu haben. Die Menschen bereuen, nicht miteinander in Kontakt geblieben zu sein, nicht oft genug “ich liebe dich” gesagt zu haben, nicht genug Zeit miteinander verbracht zu haben.

Fühlst du dich verbunden?

Es ist Zeit hin zuschauen. In deinem Leben. Wie ist das bei dir? Wie verbunden fühlst du dich? Bist du oft einsam und allein? Dann ist es höchste Zeit daran etwas zu ändern.

Ein wichtiger Rat der in Kliniken für Depression oft gegeben wird:

Schau nicht auf dein Leiden, sondern schau auf das Leiden von anderen, das du lindern kannst.

In dem du dich gedanklich von dir und deinen Problemen wegbewegst hinzu Menschen, denen du Unterstützung geben kannst, wirst du dich mehr verbunden fühlen.

Es ist ein reziprokes Gesetz: Du bekommst was du gibst. Das Geben von Verbundenheit wird dir Verbundenheit schenken.

Und bevor hier jemand sagt, dass ich ja nicht wisse wovon ich da rede. “Wer depressiv ist und sich einsam fühlt, will sich nur zurückziehen und das umzukehren ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.” Dem will ich sagen, dass ich haargenau weiß, wie sich das anfühlt und ich weiß wie sauschwer das ist, aus dieser Spirale wieder herauszukommen.

Was uns das in unserer Gesellschaft so schwer macht ist das individualierte Denken. Wir schauen erst auf uns und dann auf andere. Das mag sich hart anhören, wird jedoch durch all unsere Systeme gefördert:

Unser Schulsystem belohnt den einzelnen mit guten Noten, nicht die Gemeinschaft.

In der Arbeit wird die individuelle Leistung belohnt, nicht die der Abteilung.

Die Kirchen unseres Landes verzeichnen jedes Jahr rückläufige Zahlen was bedeutet, dass die Glaubensgemeinschaft, die eine Gemeinschaft per se ist, auch für immer weniger Menschen Verbundenheit bietet und immer mehr der Einzelne auf sich gestellt ist.

Lerne Verbundenheit zu schenken

Wer in so einem Dunstkreis groß wird, tut sich freilich schwer über seinen Schatten zu springen und um Hilfe und Unterstützung zu bitten.

Er tut sich genauso schwer diese Hilfe und Unterstützung jemand anderem anzubieten, der sie brauchen könnte. Da wir Angst vor einem Nein und Ablehnung haben, das wiederum genau durch diese Wertevorstellungen der Individualität und alles allein schaffen müssen, sehr wahrscheinlich ist.

Ein Teufelskreis, so scheint es. Doch wer niemals etwas verändert, dessen Welt wird sich ebenfalls nicht verändern.

Wenn du dich nicht genug verbunden fühlst, dann fang damit an, Verbundenheit zu schenken. Das müssen keine großartigen Sachen sein. Man kann z.B. anfangen Menschen die einem einen Dienst erweisen, die Kassiererin im Geschäft, der Bankmitarbeiter, der Schornsteinfeger, der Kollegen, wem auch immer du begegnest mit dem du eine Verbindung eingehst (und sei es nur für für einen kurzen Moment) ein Lächeln zu schenken.

Du wirst nicht immer eins zurückbekommen, doch weitaus häufiger, als du denkst. Und du wirst dich damit ein winziges Stückchen mehr verbunden fühlen. Du hast damit gerade eine kleine Verbindung mit einem anderen Menschen gehabt. Das ist ein Anfang.

Du kannst bewusst anfangen, viel öfter danke zu sagen. Ohne großes Brimborium. Einfach danke zu sagen. Danke, dass du das für mich gemacht hast. Danke, dass du immer so fröhlich bist. Es ist ganz einfach und es wird dich verbinden.

Nimm Kontakt auf mit Freunden und Bekannten, von denen du lange nichts gehört hast. Frag einfach nach, wie es ihnen geht. Was das letzte Jahr so gebracht hat. Mit eMail ist das so einfach möglich. Genauso wenn du eine Handynummer von jemandem hast, schreib eine kurze Nachricht und frag nach wie es den Menschen ergangen ist.

Melde dich wieder und beginne die Verbundenheit. Es wird nicht mit allen Menschen klappen und mit manchen tut dir das vielleicht auch nicht gut. Doch es wird weitaus mehr geben, mit denen du in einen guten Kontakt kommen kannst.

Jeder dieser Momente wird dir mehr Verbundenheit schenken. Frag nach, ob es etwas gibt, bei dem du helfen kannst. Wende dich von deinen eigenen Sorgen ab und wende dich jemand anderem zu.

Erwarte nicht, dass die Welt dir hilft. Hilf du der Welt und sie wird dir Verbundenheit schenken.

Es gibt so viele anonyme Hilfsgruppen zu denen du gehen kannst. Dort ist jeder willkommen so wie es gerade ist. Auch wenn du nicht viel sagst, du erlebst dich in einem Kreis mit anderen. Das mag anfangs alles noch komisch sein, doch es ist ein Anfang.

Warte nicht zu lange. Wenn du merkst, dass du dich einsam fühlst, nimm das Gegenmittel und suche nach Verbindungen.

Ich hab in meinem Leben viel Glück gehabt und es gibt stabile Verbindungen zurück bis in meine Kindheit. Ein Kreis von Schulfreundinnen aus der damaligen Zeit ist eine so wertvolle Verbindung für mich. Auch wenn wir uns nicht so oft sehen, wie man sich das vielleicht wünschen würde, halten wir die Verbindung.

Trotzdem ich selbst oft das Alleinsein suche aufgrund meiner hohen Introvertiertheit, fühle ich mich nie einsam. Ich fühle mich eingebunden in diese Gemeinschaften. Nicht nur aus diesen alten Zeiten sondern auch in vielen weiteren, die im Laufe der Jahre entstanden sind.

Mir ist es ein Anliegen, Verbindungen zu schaffen und Menschen dabei zu unterstützen in Verbindung zu bleiben.

Denn wir Menschen brauchen einander. Unser ganzes Leben lang. Wir sind auf andere angewiesen und andere auf uns. Nur durch eine Gemeinschaft können wir ein gesundes Leben führen.

Schenke Verbundenheit und du wirst dich verbunden fühlen.

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