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Sean Rowe – New Lore

Gut, die Haare sind etwas kürzer geworden, aber: Singer-Songwriter Sean Rowe klingt immer noch so wie er aussieht. Der Mann mit dem langen Bart und dem tiefen Bariton kommt auch auf seiner neuen Platte „New Lore“ erdig, rumpelnd, aber auch irgendwie beruhigend daher. 

Überraschenderweise wurde die Scheibe komplett via Crowdfunding finanziert. Dabei hatte man sich durch den Umstand, dass es Rowe in der Zwischenzeit sogar nach Hollywood geschafft hatte (sein Song „To Leave Something Behind“ wurde 2016 in Ben Afflecks „The Accountant“), doch irgendwie einen Geldsegen beziehungsweise Karriere-Boost für den Mann erhofft.

Wie dem auch sei.

50.000 Dollar kamen über das gemeine Volk zusammen, und, was soll man sagen: Das Geld seiner Fans ist gut investiert worden.

Es wirkt fast, als hätte der Mann von der amerikanischen Ostküste seine Erfahrung aus der Welt des Films mit in die Arbeit an seinem vierten Longplayer einfließen lassen, als hätte er seine feinen Songs, die immer irgendwo zwischen Folk, Südstaaten-Blues, Soul und Country changieren, um eine cinematographische Dimension erweitert. So hat der Musiker aus Troy/New York diesmal noch mehr Streicher in seine Lieder eingebaut, als es sonst so der Fall bei ihm war. Besonders augenscheinlich Ist Das im nostalgischen „The Salmon“. Auch ein paar Gospel-Background-Sänger („Promise Of You“) leistet sich der Gute auf diesem Album. Kann man mal so machen.

Rowe erzählt auf „New Lore“ düstere Geschichten. Geschichten über die Ruhelosigkeit, über das Getriebensein, die Sehnsucht und die Einsamkeit. „Well we can’t have a garden while we’re still on the road“, singt er etwa melancholisch im Opener „Gas Station Road“.

Das Lied könnte als Opener gar nicht besser gewählt sein, steht es doch perfekt für die Stimmung des in Memphis aufgenommenen Albums, die einem emotionalen Road-Trip gleicht. Ein Sturm der Gefühle, dem man Sean Rowe, wenn man nicht kennt und das erste Mal so sieht, gar nicht zutrauen würde.

Aber so ist das eben mit Vorurteilen.

Fazit: Hörenswert.

Anspieltipps: Gas Station Rose, Promise Of You, I Can’t Make A Living From Holding You



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