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Kino: Die Schöne und das Biest

Disney übersetzt seine Trickfilme derzeit mit viel Lust ins Reale: Nach dem eher düster geratenen und recht erfolgreichen „Maleficent“ (2014) sowie „The Jungle Book“ wagte sich der Konzern an „Die Schöne und das Biest“. 

In einem ebenso malerischen wie langweiligen französischen Dörfchen lebt Bücherwurm Belle (Emma Watson) mit ihrem ebenso freundlichen wie leicht zerstreuten Vater Maurice (Kevin Kline). Dabei muss Belle sich nicht nur der Kleingeistigkeit des Örtchens erwehren, sondern auch den ständigen Avancen des tumben, selbstverliebten Gaston (Luke Evans). Als sich der arme Maurice in einer stürmischen Nacht in das Schloss einer Bestie verirrt und aus dem Garten eine Rose für Belle pflücken möchte, nimmt ihn das vermeintliche Monster gefangen. Belle bietet sich im Austausch für ihn an. Was sie nicht weiß: Das Biest ist eigentlich ein verwunschener Prinz, den nur wahre Liebe wieder in einen Menschen zurückverwandeln kann. Und so versuchen sich die ihrerseits verwunschenen Haushaltsgegenstände – etwa Kerzenständer   Lumière (im Original: Ewan McGregor), Kaminuhr Cogsworth (Ian McKellen) und die Teekanne Mrs Potts (Emma Thompson) – als Kuppler. Unterdessen stachelt der gekränkte Gaston die Dorfbewohner auf, das Biest zu töten …

Das Programm im Lux-Kino Frankenthal

Ist schon schräg: Da verliebt sich das Opfer in ihren Entführer; ein junges Mädchen in ein Tier – doch skandalisiert wird im Jahr 2017, dass Disney mit Gastons Sidekick LeFou (Josh Gad) einen offen homosexuellen Charakter in die Story eingeflochten hat. 2017. Kann man sich nicht ausdenken. Zumal das „offen“ schon stark übertrieben ist. Letztlich bleibt es doch eher bei lustig gemeinten Andeutungen.

Die Motive von „Die Schöne und das Biest“ gehen auf ein altes französisches Volksmärchen zurück. Schon 1946 gab es eine Kino-Adaption, Jean Cocteau schuf damals einen der ersten Fantasyfilme überhaupt. Richtig berühmt wurde die Story aber durch den musikalischen Disney-Zeichentrickfilm von 1991, einen der erfolgreichsten Trickfilme überhaupt. Der Streifen gewann sogar zwei Oscars. Klar, dass sich die neue Realverfilmung (die letztlich mehr digital denn real ist) also Vor Allem an dem Zeichentrickfilm orientiert. Kulissen, Kleider und Charaktere wurden detailgetreu zum Leben erweckt, visuell Ist Das Ganze wunderbar umgesetzt worden. Auch die Schauspieler, allen voran Emma Watson und Kevin Kline, machen ihre Sache gut. Wie zu erwarten, ist das Ding natürlich gleichzeitig – vor allem wegen der Gesangsnummern – extrem kitschig geraten, aber hey, das ist Disney. Großartige Experimente gibt es da nicht, abgesehen von den drei neuen Songs, die der schon 1991 verantwortliche Komponist Alan Menken für den Film geschrieben hat, und die sich würdevoll einfügen.

Fazit: Nach „La La Land“ – der Trend geht eindeutig zum Musical.



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